Tod des Partners – wie damit umgehen?

Wir stehen fassungslos dem Tod gegenüber, wenn er einen geliebten Menschen aus unserer Mitte nimmt und ein tiefes Loch hinterlässt. Selbst wenn wir bei Krankheit des Partners Zeit hatten, uns psychisch und mental auf den Augenblick des Abschieds vorzubereiten, schimmert bei aller Todesahnung immer noch ein kleiner Hoffnungsfunke auf Heilung durch. Die direkte Konfrontation mit dem Tod ist dagegen eine unwiderrufliche, tief greifende Erfahrung, bar jeder Illusion, die viele Menschen in eine schwere Lebenskrise führt.

Was verändert sich durch den Verlust des Partners?

Alles, was Du bisher mit deinem Partner geteilt hast, fällt nun in Deinen eigenen Verantwortungsbereich: die Pflege und Erziehung von Kindern oder anderen Familienangehörigen, die wirtschaftliche Versorgung, das Lösen und Bewältigen von herausfordernden Situationen und das Ertragen von Freude und Leid. Wie kann es weitergehen ohne den geliebten Partner? Hat der Tod des Mannes oder der Tod der Frau Dich tief erschüttert und Dir den Boden unter den Füßen weggezogen? Fühlst Du Dich im Stich gelassen? Kannst du in Deinem Schmerz mit niemandem über den Tod des Ehepartners sprechen? So viele Fragen und Gefühle stürzen auf einmal auf Dich ein.

Hinzu kommt, dass Du nicht nur Deinen Partner verloren hast, sondern auch Deinen besten Freund oder die beste Freundin, Deinen Liebhaber und Lebensbegleiter, vielleicht auch den Vater Deiner Kinder oder Deinen Beschützer und Ernährer. Dein gesellschaftlicher Status verändert sich. Du bist entweder Witwe / Witwer oder wieder Single. Mit dem Tod Deines Mannes stirbt auch Deine bisherige Rolle als Partnerin, Geliebte und Freundin. Und vielleicht machst Du zu allen diesen Verlusten auch noch die Erfahrung, dass vertraute Menschen und Freunde Dich nach dem Tod des Ehepartners plötzlich meiden, weil sie nicht mit Tod und Trauer umgehen können. Und Du verlierst den Halt, den Dir ein bisher vertrauter Alltagsrhythmus gegeben hat.

Vier Schritte zur Trauerbewältigung

Nach dem Verlust deines Partners laufen alle Deine Bemühungen um gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Erleben ins Leere. Die Gedanken, die um den verlorenen Partner kreisen, haben kein Ziel und keinen Sinn mehr. Du wirst lernen dürfen, ohne Deinen Partner auszukommen und schließlich auch erfahren, dass Du ein ganz anderes Leben führen kannst als in der Vergangenheit. Die Verarbeitung von Trauer und Verlust geschieht in vier Erfahrungsschritten oder Aufgaben.

Erster Schritt: Akzeptiere den Verlust des Partners als eine unwiderrufliche Tatsache. Erkenne, dass niemand Dir den geliebten Menschen zurückbringen kann, dass Du ihn in der vertrauten Form nicht wiedersiehst. Ein Ritual des Abschiednehmens kann Dich bei dem Prozess des Loslassens unterstützen. Suche Dir einen Gegenstand, der Deinen Partner oder Deine Beziehung symbolisiert – einen Stein, ein Foto, eine Figur – und trage sie in einer Schachtel an einem Ort Deiner Wahl zu Grabe, signalisiere damit Deine Bereitschaft zu Wandlung und Erneuerung.

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 Zweiter Schritt: Akzeptiere Deinen Trauerschmerz und alle Deine Gefühle, die durch den Tod des Partners in Dir freigesetzt werden. Gib ihnen Raum, sich auszudrücken, im Tanz, in der Malerei, im Schreiben. Arbeite mit der Farbe Schwarz, mit Erde, Ton und Wasser. Erlaube dir das Herauslassen von Wut und Zorn – vielleicht in der Natur, wo Dich keiner hören kann. Der Schmerz will bewusst durchlebt und durchlitten sein. Nur so kann er sich in eine neue Kraft verwandeln. Dir durch Ablenkungen, vermehrte Aktivitäten oder andere Betäubungen den Schmerz erträglicher machen zu können, ist eine Lüge, mit der Du langfristig gegen Dich selbst arbeitest.

Dritter Schritt: Baue Dir ein neues Leben ohne Partner auf. Erforsche und entdecke, welche Potenziale noch ungenutzt in Dir liegen. Überrasche Dich selbst und Deine Umwelt mit einer neuen Rolle, neu erlernten Fertigkeiten. Traue Dir die Rolle und Aufgaben Deines verstorbenen Partners zu, betrachte sie als eine Herausforderung zum Wachsen. Ein seelisches „Zumachen“ und Beharren auf Hilflosigkeit führen zu Verhärtung und Verbitterung. Mit ständig wiederholten Glaubenssätzen wie „mir hilft ja doch keiner“ oder „keiner kümmert sich um mich“ baust Du nur dicke Mauern um Dich herum auf und wirst für andere uneinnehmbar.

Vierter Schritt: Öffne Dich wieder für andere Menschen. Das ist nur möglich, wenn Du Dich gefühlsmäßig von Deiner alten Beziehung gelöst hast, wenn Dich keine Schuldgefühle mehr quälen, Du unbewusst keine Wut mehr auf Deinen Partner hast, dass er Dich allein gelassen hat. Gehe wieder unbekümmert auf andere Menschen oder Selbsthilfegruppen zu und hole Dir die Unterstützung, die Du brauchst. Formuliere Dein Bedürfnis nach einem Gespräch, nach Nähe oder Begleitung, und Du wirst erfahren, dass sich neue Freundschaften und Beziehungen auf einer neuen Grundlage entwickeln.

Eine neue Lebensperspektive

Auf dem Weg, Dir ein neues Leben ohne Partner aufzubauen, wirst du Fortschritte und Rückschritte erleben. Bleibe auf jeden Fall in Bewegung und lass Dich nicht von Misserfolgen entmutigen. Jede Art von Erfahrung trägt zu Deinem Wachstum bei und verleiht Dir Kraft, Dich dem Lebensfluss vertrauensvoll zu öffnen und die Freude am Leben wieder neu zu entdecken und zu genießen. Erkenne die Chance, in Kontakt mit Deiner eigenen Kraft zu kommen und dich seelisch in Deiner Mitte zu verankern. Mit der Zeit wirst Du entdecken, dass Du durch den Verlust Deines Partners ein neues Lebensgefühl und eine neue Perspektive gewonnen hast.

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Kommentare

  1. manu  September 1, 2013

    Hallo, mein Mann ist am 30.7.2013 an Speiseröhrenkrebs verstorben. Wir waren 26 Jahre lang verheiratet. Ich habe eine 5-jährige Tochter und habe nun Angst dass bei mir der Zusammenbruch noch kommt.
    Mein Arzt hat mir nach einem Gespräch Tavor verschrieben, eine halbe Tablette sollte helfen.

    Hat jemand Tipps und ähnliche Erfahrungen gemacht?

    antworten
    • Ulrike  Juni 11, 2014

      Hallo Manu,
      mein Mann ist am 22.06.2013 nach grausamer Leidenszeit an Lungen- und Speiseröhrenkrebs gestorben, mit 66 Jahren. Ich bin 62 Jahre alt und wir haben 45 Jahre gemeinsam gelebt. Leider haben wir keine Kinder gehabt. Es hat mich umgehauen! Nichts war so, wie es mal war. Ich bat meinen Arzt mir Medikamente zu geben. Aber er hat mich dazu gebracht, die Trauer anzunehmen und zu verarbeiten. Du hast die Kraft und Du schaffst es. Ich bin immer noch dabei, aber es geht langsam voran. Wenn Du möchtest, antworte mir.
      Leider habe ich erst heute Deinen Kommentar gelesen.

      antworten
      • evchen  Juli 12, 2014

        liebe Ulrike, ich habe ganz zufällig Ihre Antwort auf Manus Bitte um Rat gelesen.
        Ich habe meinen Mann vor einem Jahr verloren, es ist noch immer eine tiefe Traurigkeit in mir.
        Nur ganz kurz: ich wünsche Ihnen alles Liebe und finde es schön, dass Sie einen anderen Menschen versucht haben zu trösten.

        antworten
        • Petra  Juni 8, 2020

          Ich habe am 9.April 20 meinen Lebensgefährten verloren. Wir waren 18 Jahre zusammen. Es schmerzt sehr in meinem Inneren. Ich vermisse ihn sehr. Er starb im Krankenhaus Zwickau Sachsen. Er wurde wegen Atembeschwerden eingeliefert. Ich bin sehr traurig, ich vermisse ihn sehr. Er fehlt mir. Er sagte mir noch, an Ostern bin ich wieder zu Hause, aber daraus wurde leider nichts. Jetzt ist er schon 2 Monate tot. Er hat eine große Lücke hinterlassen.

          L.G.Petra

          antworten
          • Rainer  Juni 14, 2020

            Ich habe heute vor einer Woche meine geliebte Partnerien verloren. Wir waren auch 18 Jahre zusammen.
            Viel zu jung musste Sie gehn. Unverhofft und Plötzlich.
            Es ist großer Schmerz in mir. Ich fühle mit Ihnen.
            Ich habe Angst vor der Beerdigung.
            LG Rainer

          • Romy Polgar  März 20, 2023

            Ich hoffe nicht das es Uwe war

      • Bianca  Juli 28, 2014

        Hallo Ulrike,

        aus zufall bin ich auf diese seite gestoßen. Eigentlich auf der Suche, mir selbst zu helfen bei der Trauerverarbeitung meines Mannes.
        Mein Mann starb am 25.04.2014, allerdings begann er Suizid!
        Wir waren erst knapp über 1 Jahr Verheiratet hatten aber bereits 6 Jahre zusammen gelebt!
        Er war erst 26 Jahre alt und ich bin eine Woche nach seinem Tod 25 geworden. Unser Sohn ist jetzt 8 Jahre alt geworden.
        Ich will aber keinerlei Hilfe, weder von Verwandten, Freunden oder Ärzten haben. Ich will das alleine schaffen und muss sagen: es ist mehr wie schwer.
        Ich habe heute das Gefühl, kurz vor dem totalen Zusammenbruch zu stehen. Ich zitter und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Jede Sekunde könnten mir die Tränen kommen.
        Diese Gefühle von Trauer sind einfach nicht in Worte zu fassen.
        Wie hast du es geschafft, damit fertig zu werden, allein zu sein und wieder in die Zukunft zu blicken?

        LG Bianca

        antworten
        • eva  März 4, 2016

          Hallo bianca , du hast die selbe situation durch lebt wie ich zurzeit ! Mein Mann hat sich vor 14 tagen das leben genommen und ich stehe mit 2 Kindern alleine da ! Kannst du mir evtl schreiben wie es dir jetzt geht ? Ich habe das gefühl das mein leben niemals weiter gehen wird ! Bin 24 jahre alt.

          antworten
      • Udo  März 12, 2023

        Hallo Manu.
        ich habe meine Frau am 24.12.2022 von einem Tag auf den Anderen verloren, mein Leben ist nun für mich vorbei , ich habe bereits damit abgeschlossen, denn ich bin schon 76Jahre alt. und bei mir kann es keine Zukunft mehr geben, dafür hing ich zusehr an meiner Frau.
        Der Schmerz, die Trauer und die Einsamkeit kann man mit Worten kaum beschreiben. Daher kann ich Dir gut nachfühlen, auch ich glaube manchmal den Verstand zu verlieren, weil mein Verstand es nicht war haben will. Aber Du bist noch zu jung zum aufgeben. Such Freunde und vielleicht ergibt sich irgend wann mehr daraus.
        befasse Dich viel mit Deiner Tochter und lenke Dich mit all den Dingen ab die Dir irgend wie
        spass machen.
        Alles Gute Udo

        antworten
    • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

      Hallo, ich kenne Deine Angst. Mir geht es genauso. Aber bitte versuche kein Tavor zu nehmen wenn es geht. Wenn dann nur ganz selten. Sorry, will dich nicht unter Druck setzen, aber ich weiss, dass Medikamente Deinen Schmerz nicht verändern. Das Buch Trauern mit Leib und Seele kann ich Dir empfehlen. Viel Kraft und Geduld wünsche ich Dir und mir.

      antworten
    • Rita  März 23, 2021

      Tabor hilft nicht wirklich. Es verdrängt vieles, aber der Schmerz kommt wieder. Ich bin seit sieben Wochen alleine. Nach36 Jahren. Ich hab sehr gerne gekocht und gebacken, alles ist nun anders… Ich fühle mich sehr alleine, alles macht keine Freude mehr.

      antworten
      • Chris  August 30, 2021

        Ja ich habe meinen Mann nach 45 Jahren plötzlich verloren. Es ist als wär ich nur noch ein halber Mensch. Ich bin 63 Jahre und er war 72 und doch hatten wir noch viel vor. Ich gehe jeden Tag auf den Friedhof, um ihm nah zu sein.

        antworten
      • Petra  September 5, 2021

        Hallo Rita,
        Ich bin seit Oktober 2020 alleine. Mein Mann ist an einer Sepsis gestorben — nach 12 Wochen Intensivstation. Verheiratet waren wir 41 Jahre. Bis heute kann ich keine Musik hören — im Radio läuft bei mir HR Info. Um jetzt mal runterzukommen und etwas anderes als die Familie und Freunde zu sehen, bin ich für 10 Tage in den Urlaub gefahren. Bewusst alleine — es ist sehr schwer, da hier im Hotel viele Paare in meinem Alter sind – ich bin 62 und mein Mann war 64 als er starb. Aber da muss und will ich durch. Das Hotel auf Kos ist aber genau das richtige um seine Gedanken zu ordnen — Ruhe pur. Keine Kinder ( ich habe 3 erwachsene Kinder) die es gut mit mir meinen, sondern nur ICH. Ich muss mit der Situation, das ich jetzt alleine bin, klarkommen.

        antworten
      • christina wilhelm  März 11, 2022

        Liebe Rita, liebe Alle
        Ich kann Euren Schmerz und Verzweiflung verstehen. Mein Mann ging wegen einer Routine OP ins Krankenhaus und hat sich dort mit einem Klinikkeim angesteckt und ist vor 5 Wochen verstorben. Wir waren 54 J. zusammen, davon 52 verheiratet. Es zieht einem den Boden von den Füßen und es ist unfassbar und noch nicht real. Das Alleinsein muss geübt werden, wo doch alles an diesen lieben Menschen erinnert. Ich versuche den Schmerz und die Traurigkeit durch Dankbarkeit, dass ich ihn haben durfte und durch Gebet zu verarbeiten. Doch es ist schwer. Für Euch junge Frauen noch viel mehr, da Ihr ja die große Verantwortung für eure Kinder zusätzlich tragen müsst zu all dem Schmerz. Ich wünsche euch Kraft und einen guten Seelsorger, der euch auffängt. Ich bete für euch.

        antworten
  2. klaudia  August 27, 2014

    Hallo meine Lieben,
    ich habe meinen Mann am 29.05.2014 verloren, mit 50 Jahren. Er hatte sich den Fuss gebrochen, war sehr dick und 10 Tage später verstorben, plötzlich und unerwartet. Ich habe 2 Kinder, der eine 26 der andere 12 Jahre alt .Wie soll es nur weitergehen? Ich kann mit dem Schmerz einfach nicht umgehen…

    antworten
    • Ralf  Oktober 25, 2015

      Hallo zusammen,
      auch ich bin aus Zufall auf diese Seite gekommen.
      Ich habe am 10. September 2015 meine Lebensgefährtin (46 Jahre) wegen schwerer Erkrankung ( Prankreaskarzinom ) verloren.
      Wer kann mir dabei helfen eine Stelle zu finden wo ich professionelle Hilfe bekomme? Ich habe mich dafür entschieden eine Klinik aufzusuchen da ich mit diesem Verlust nicht klar komme, nur ist es schwer eine gute Klinik zu finden.

      antworten
      • Dirk  November 5, 2015

        Hallo Ralf,
        die Trauer und der damit verbundene Schmerz über den Verlust des Lebenspartners lässt sich nicht in einer Klinik heilen. Vor 2 1/4 Jahren ist meine Ehefrau an Krebs (Ovarial- und Peritonealkarzinom + Keiminfektion (Antibiotikaresistent)) verstorben. Wir hatten mit Beginn der Krankheit meiner Ehefrau psychoonkologische Betreuung und gemeinsame Tanztherapie. Die psychotherapeutische Betreuung habe ich jetzt noch und sie tut mir gut. Eine Pilgerreise für Trauernde mit professioneller Begleitung (Johanniter, ev. Stadtakademie München) haben mir ebenfalls geholfen. Meine Ehefrau und ich habe gerne Urlaube am Meer gemacht. Ich habe dies nach ihrem Tod mit einer ambulanten Kur verbunden. Die Strandwanderungen an der frischen Luft sowie Massagen und die Physiotherapie zur Entspannung haben mir geholfen. Allerdings die Trauer und der Schmerz setzen sich hier und da noch durch. Die Intensität der Trauer wird geringer im Laufe der Zeit und ist zyklisch (Geburtstag, Todestag, Hochzeitstag, Weihnachten usw.). Die Bilder von ihr in meinem Kopf während ihrer Sterbephase begleiten mich. Doch auch die positiven Erinnerungen und Bilder von der gemeinsamen Zeit bleiben. Die Dankbarkeit und Wertschätzung für diese gemeinsame Zeit, gemeinsamer Lebensabschnitt bleiben und halten mich aufrecht. Dennoch muss man sich neue Ziele setzen, denn die gemeinsamen Ziele und Wünsche und die gemeinsame Lebensplanung sind weggebrochen. Dir wird es ähnlich ergehen. Vielleicht hilft Dir eine psychotherapeutische Begleitung, eine Pilgerreise für Trauernde und/oder Strand- oder Bergwanderungen plus ambulanter Kur….. Es gibt hierfür keine wahre Lösung, Es begleitet einen bis zum eigenen Lebensende. Man betrachtet alles aus einer anderen Perspektive und erfreut sich an den einfachen Dingen des Lebens, wundert sich das sich Menschen über banale Dinge streiten und Ärgern. Ich gehöre mittlerweile zu der Spezies, die auch über sich selbst lachen kann. Alles Gute für Dich. Viele Grüße Dirk

        antworten
        • Romana Hanke  Dezember 18, 2016

          Hallo Dirk,
          Mein Mann hatte eine Dissektion der Aorta und damit verbundene Schlaganfälle erlitten. Er hat alles überlebt, aber seit 3 Monaten hat er Keime und die verursachen eine Blutvergiftung. 4 mal schon. Nun haben mir die Ärzte gesagt, dass Torsten sterben wird. Die Keime sind antibiotikaresistent! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wenn Du magst, schreibe mir bitte wie es bei Deine Frau war. Wie lange hat sie mit diesen Keimen gelebt? Kam am Ende die Sepsis? Leiden die Patienten? Ich könnte nur schreien .. die Keime hat er sich im Krankenhaus geholt. Ich hoffe ich reisse mit meinen Fragen keine Wunden auf. LG

          antworten
        • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

          Hast Du gut geschrieben.

          antworten
        • Puffy  November 8, 2017

          Lieber Dirk…das sind sehr schöne und wahre Worte…

          antworten
      • Gil  Juni 18, 2016

        Hallo Ralf,
        ich bin ebenfalls durch Zufall auf diese Seite gekommen. Ich suche auch eine Klinik. Ich weiß, dass Trauer keine Krankheit ist, aber auch ich komme mit dem Verlust nicht klar. Es geht einfach nicht. Bei mir liegt es jetzt ein halbes Jahr zurück. Ich habe meinen Mann (46) durch einen tragischen Unglücksfall von jetzt auf gleich verloren. Ich konnte mich nicht verabschieden. Ich habe mich auch schon nach Kliniken umgeschaut, aber …
        Irgendwie kann mir auch niemand helfen. Man bleibt einfach alleine zurück. Hauptsache man soll wieder funktionieren….(was aber nicht geht…)
        LG
        HS

        antworten
        • Patrizia  November 7, 2016

          Hallo mein Name ist Patrizia und ich habe am 24.07.2016 meinen Mann nach einer Herzoperation verloren . Ich habe eine Klinik in Bad Bevensen gefunden . Man ist da ganz schön auf sich gestellt . Ich habe mich auch allein darum gekümmert eine passende Klinik zu finden . Nur die Aufnahme dauert doch sehr lang . Ich habe eine Aufnahme im ersten Quartal 2017 zu erwarten.

          antworten
  3. tini  November 2, 2016

    Hallo zusammen, auch ich habe vor einem Jahr meinen Partner verloren durch Krebs.. Es ging sehr schnell wir hatten nur zwei Wochen von der Diagnose bis zum Tod. Wir waren 24 Jahre zusammen und haben 5 gemeinsame Kinder im Alter von 3-22 Jahren. Ich habe oft das
    Gefühl dass ich es nicht schaffe. Von Verwandten habe ich keine Unterstützung. Ich finde hier auch keinen geeigneten Therapeuten. Sie haben ewige Wartezeiten. Manchmal weiß ich nicht mehr weiter. Ich war mit den Kids auf einer Trauerkur, der Reinfall schlechthin.

    antworten
  4. Heike  Februar 11, 2017

    Ihr Lieben,
    Mein Mann ist am dreizehnten Juli 2016 verstorben. Er war einer bakteriellen Hautentzündung im Krankenhaus erlegen und sollte vier Tage später entlassen werden. Dann gab man ihm eine falsche Spritze und er ist jämmerlich erstickt. Mit fünfundvierzig Jahren. Wir waren beide kreativ tätig und haben immer alles vor ins hergeschoben, weil jedes Buch erst einmal fertig gestellt werden musste. Wir waren fünfundzwanzig Jahre zusammen und wollten letztes Jahr endlich kirchlich heiraten, haben es aber auf 2017 verschoben. Ich selber bin aufgrund meiner Multiplen Sklerose seit siebzehn Jahren im Rollstuhl. Wir hatten einen Pakt: Er sagte immer wenn ich wegen meiner Krankheit und den Schmerzen nicht mehr könnte, würden wir unsere Katzen, die unsere Kinder waren, zu Freunden bringen und ein letztes Mal gemeinsam ans Meer fahren. Dort würden wir dann eng umschlungen gemeinsam sterben, denn ohne mich wollte er nicht weiterleben. Er war mein Seelenverwandter, mein bester Freund, Berater, Lehrer, mein Gedächtnis. Aber auch mein Pfleger. Wir haben beide keine Angehörigen und ich verzweifle von Tag zu Tag mehr. Es gibt derzeit nur zwei Dinge, die mich abhalten, den finalen Schritt zu gehen: meine auch immer noch verstörten Katzen und das Wissen, dass die letzten anderthalb Jahre, die wir gearbeitet haben, statt zu leben, vergeudet wären, wenn ich die Trilogie nicht vollende. Aber meine dringend benötigte Phantasie ist blockiert und dreht doch nur noch um meinen Tod. Ich bin bei einem Psychologen und auch einer Selbsthilfegruppe, aber derzeit kann ich mir keine längerfristige Zukunft für mich vorstellen.

    antworten
    • Heiko  Januar 28, 2018

      Hallo Heike,
      wie geht es Dir zZt. ?
      Meine Frau war auch im Rolli und hatte MS – zuletzt Pflegegrad 5. Wir sind seit Jahren alle 3 Monate nach Asbach in die dortige MS-Klinik zu einer Botox Kur (Spastik Behandlung)gefahren. Als man dort im Okt 16 das betreute Wohnen neu eingerichtet hatte, sind wir hingezogen. Leider hat sie es nicht länger geschafft und ist Ende Juli 2017 verstorben.
      Auch ich hatte die Pflege übernommen bin/konnte mit 55 in Rente. Heike wenn Du magst melde Dich mal bei mir
      den „Finalen Schritt“ würde ich noch nicht ins Auge fassen. Vorschlag: Wechsel den Psychologen. Versuch es doch evtl.. mal mit einer weiblichen Vertretung dieser Berufsgruppe
      Ich würde mich freuen wenn Du nicht aufgibst
      DU SCHAFFST DAS !

      liebe Grüße Heiko

      antworten
  5. Carla  Februar 24, 2017

    Ich habe meinen Mann vor 4 Wochen verloren. Wir waren 30 Jahr zusammen und haben immer alles gemeinsam gemacht. Ich mag gar nicht mehr rausgehen, essen, kann mich nicht konzentrieren, kaum schlafen. Ich sehe einfach kein Ziel in meinem Leben mehr. Die dummen Sprüche: das Leben geht weiter, es Braucht Zeit, etc. kann ich kaum noch hören.
    Vom Kopf her weiß ich das, aber ich breche dauernd in Tränen aus und bin wie gelähmt. Ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll..

    antworten
    • julchen  März 6, 2017

      mein Mann ist am 31.01.17 gestorben, an Amyloidose, wir waren 40 Jahre verheiratet, haben 2 Söhne und viele Ideen – was wir alles, wenn er Rentner ist – unternehmen wollten. Nun bin ich alleine – und ich weiß, es muß weiter gehen. – Ich versuche eine Gruppe für Trauernde zu gründen, in der man sich austauschen oder gemeinsam was unternehmen kann. Liebe Grüße Julchen

      antworten
    • Roswitha  April 7, 2017

      Hallo liebe Carla, ich kann dich gut verstehen. Mein Mann hat sich im Oktober 2016 das Leben genommen. Es ist nicht zu verstehen, alles ist anders. Das alte Leben ist weg. Aber ich habe sehr gute Freunde und Verwandte die sich kümmern. Sie sind da wenn ich sie brauche. Trotzdem bin ich viel alleine. Ich mußte mir eine zusätzliche Arbeit suchen, da die Witwenrente nicht reicht Aber dadurch habe ich viele neue Menschen kennengelernt und das tut gut. Geh raus! Und wenn es nur mal mit einer Freundin Pizza essen ist. Vergrab dich nicht, das hätte Dein Mann nicht gewollt. Ich muss morgen das erste Mal auf eine große Geburtstagsfeier mit Tanz. Mein Mann und ich waren immer die ersten auf der Tanzfläche, aber ich versuche es trotzdem. Ich hoffe, Du hast gute Freunde, die Dich auffangen. Lass es zu. Sie wissen manchmal auch nicht, wie sie reagieren sollen. Nimm Hilfe an. Auch für Dich wird es wieder besser werden. Anders, aber es wird. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Gute!

      antworten
    • Karl-Heinz  Oktober 24, 2017

      Guten Abend Carla,
      heute Abend um 19:30 Uhr verstarb meine innigst geliebte Frau im Krankenhaus. Abschied nehmen konnte
      ich nicht mehr, da der Tod sehr schnell kam. Zum Glück hatte ich sie heute Nachmittag nochmals besucht
      und konnte sie streicheln. Meine Frau war an Demenz erkrankt und ich habe sie 4 Jahre gepflegt.Es war mir
      nie eine Last sondern ich tat es aus Liebe!
      Heute fühle ich mich leer und ausgebrannt.Ich habe niemenden mehr, mit dem ich über meine Gefühle
      sprechen kann und ich fühle mich als der einsamste Mensch auf dieser Welt!
      Konntest Du denn Deine Trauer schon verarbeiten?? Es wäre eine große Hilfe, wenn Du mir antworten
      würdest!!

      antworten
      • ilona  Oktober 30, 2017

        Hallo Karl Heinz,
        mein Mann hieß auch so ich verstehe Dich gut wie es Dir geht.
        Mein Mann ist im April 2016 gestorben. 4 Monate nach Bekanntgabe dass er Krebs hat.
        Ich habe es bis heute nicht überwunden. Mein Schmerz wird immer mehr.
        Mir kann keiner helfen. Er Kommt nicht wieder.

        antworten
        • Petra  Juni 22, 2020

          Ich habe meinen Lebensgefährten vor 2 Monaten verloren Er starb im Krankenhaus als ich zu Hause angerufen worde dass Er tot ist,dachte ich es bricht für mich eine Welt zusammen,wir waren 18 Jahre zusammen und ich liebte Ihn sehr,nun ist Er nicht mehr es ist schrecklich aber ich muss lernen damit umzugehen und alles verkraften.Habe eine erwachsene Tochter aber Sie kümmert sich nicht um mich,jetzt wo ich Sie am dringensten gebrauchen könnte,habe ich keinen Ansprechpartner es ist sehr,sehr schwer. Ich bin Mutterseelen alleine!

          L.G.Petra

          antworten
          • Brigitte  Januar 4, 2021

            Mir geht es wie Dir. Mein Mann starb im November 2020 völlig unerwartet an Herzversagen. Ich bin jetzt auch ganz allein. Ich verkrafte die Trauer und Einsamkeit nicht und habe inzwischen eine Depression entwickelt. Es ist so schwer das auszuhalten. Corona erschwehrt die ganze Sache, weil keiner zu Besuch kommt. Wenn ich bloss wüsste wie man aus diesem Loch wieder raus kommt. Alles Gute Für Dich!

    • Jürgen  November 18, 2017

      Mir geht es -wie vielen anderen- auch noch sehr schlecht nach dem Tod meiner Frau im Juli 2017.
      Sie starb mit 51 Jahre nach 32 Ehejahren an einem anaplastischen Schilddrüsenkrebs.
      Nach einer Psychosomatischen Rehabilitation geht es mir ein wenig besser.
      Aber immer wieder fühle ich noch eine Leere, die mir die Luft zum atmen nimmt.
      Die positiven Gedanken sind dann sehr wichtig, um danach wieder an die Zukunft zu denken.
      Ich habe sehr viele gute Freunde, Brüder, Schwester und Verwandte die mir helfen wollen.
      Aber die Hilfe, die ich brauche, kann ich von ihnen nicht bekommen. Das Herz können sie nicht heilen. Deshalb gehe ich auch zu einem Psychologen. Das hilft mir ein wenig, damit fertig zu werden.
      Ich hoffe, dass das Dir hilft. Mit anderen darüber reden hat mir sehr geholfen…

      antworten
    • friedrich  Juli 24, 2018

      habe vor 4 Wochen meine geliebte Frau verloren, sie war 67 und wir waren 50 Jahre glücklich zusammen. Ich sass zwei Monate an ihrem Krankenbett im Spital und musste zusehen, wie es Tag für Tag abwärts ging. Bin täglich an ihrem Grab und weine bitterlich. Ich glaube nicht, das durchstehen zu können.
      Heute 24.07.2018

      antworten
  6. Susanna  April 30, 2017

    Mein Mann ist im September 2016 an Krebs gestorben. Es waren keine 4 Monate von der Diagnose bis zum Tod. Er hat sich so gequält. Bis heute ist der Schmerz genauso schlimm wie am Anfang. Man fühlt sich so allein mit allem. Und man hat das Gefühl, andere erwarten, dass man über den Verlust hinweg ist. Mein Mann war mein ein und alles. Wir waren Seelenverwandte.

    antworten
    • Katharina  Mai 22, 2017

      Hallo Susanna,
      Mein Man ist am 9 Dezember 2016 gestorben, vier Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsekrebs. Davor hatte er keine Symptome gehabt, außer Schmerzen in der Hüfte, circa 2 Wochen. Diese Diagnose traf uns wie ein Hammerschlag, als hätte jemand ein Schalter umgelegt. Mit meinem Mann habe ich mein Leben verloren. Wir waren seit 25 Jahren zusammen. Das waren die schönsten Jahren meines Lebens. Mein Mann war ein besonderer Mensch. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll, aber ohne ihn bin ich nur ein halber Mensch….

      antworten
      • Witha  November 9, 2017

        Hallo Katharina,
        mein Mann ist im April 2015 ebenfalls innerhalb von 4 Wochen an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.
        Er selbst hatte die Diagnose seit dem 17.04. und hat mir nichts erzählt. Er hatte eine starke Erkältung und zwei starke Antibiotika bekommen. Außerdem klagte er über einen Druck auf der linken Seite. Nach einer Woche ist er ins Krankenhaus gegangen und wurde dort gründlich untersucht. Am Samstag konnte ich ihn abholen. Mein Mann, mein Sohn und ich hatten ein schönes Wochenende, am Montag bin ich zur Arbeit gefahren. Mein Mann wollte mich unbedingt vom Bahnhof abholen.
        Wir haben gegessen, Fern gesehen und haben vorm Einschlafen noch ganz lieb miteinander gesprochen. Um zwölf rief mein Sohn, Mama, komm, Papa ist umgefallen. Ich bin die Treppe runtergerannt. Da lag mein Mann bewusstlos. Er ist von der Toilette gekommen und dann umgekippt, ich habe den Notarzt angerufen, wir sind mit ins Krankenhaus, erst Notaufnahme, dann Intensivstation. Um kurz nach zwei Uhr kam der Arzt, schüttelte den Kopf und sagte, wir konnten nichts machen, ihr Mann ist tot. Mein Sohn schrie wo ist mein Papa, wo ist mein Papa! ich dachte, ich falle um. Sie haben dann meinen Mann geholt, ich habe seinen Kopf umfasst, er war schon ganz kalt. Wir sind dann kopflos aus dem Krankenhaus weg und nach Hause gefahren, ohne den Arzt noch gesehen zu haben.
        Nächsten Tag sind wir zu unserer Ärztin. Sie hat mir gesagt, das mein Mann im Krankenhaus beim Seelsorger war und am Montag bei ihr. Sie hat ihm gesagt, er muss mit mir sprechen, die Antwort war, das kann ich nicht, das verkraftet meine Frau nicht. Er hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs und ist an einer Embolie gestorben. Mein Sohn hat mir erzählt, das mein Mann kurz zu sich gekommen ist als er das zweite Mal zu Hause umgefallen ist und gesagt hat, er wäre noch so gern bei uns geblieben. Ich habe später oben auf dem Küchenschrank eine halb volle Fläche eines starken Medikaments und in seiner Jackentasche den Arztbrief gefunden. Unser einziger Trost ist, das es so schnell gegangen ist und mein geliebter Mann sich nicht so lange quälen musste. Ich habe ihn mit 16 Jahren kennen gelernt und wir waren 47 Jahre zusammen. Er war mein Freund, mein Geliebter und mein Seelenverwandter. Alle Pläne, alle Wünsche weg! Ich war seitdem keinen Tag mehr froh, mache jetzt wieder Therapie und kann einfach nicht begreifen, das alles vorbei ist. Ich bin schwer traumatisiert und weiß nicht weiter. Vor allen Dingen quält mich so, das er mir nichts gesagt hat und ich nichts gemerkt habe. Wenn ich ihn im Krankenhaus besucht habe, wollte er immer genau wissen, wann ich komme. Er ist mir dann schon entgegen gekommen, ich war nie mit in seinem Zimmer. Ich sollte wohl nicht wissen, das er auf der Onkologie war. Freundinnen, die ich seit zwanzig und dreißig Jahren kenne, haben sich nach ein paar Monaten verabschiedet. Ich bin so traurig und voll Sehnsucht nach meinem Mann. Ich weine noch jeden Tag.

        Ihnen wünsche ich alles Liebe und Gute und viel Kraft

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  7. Ingeborg  Mai 25, 2017

    Hallo Leidensgenossen,
    mein Mann starb am 6.Dez.2016 ganz plötzlich an einer Aortendissektion.
    Am Anfang stand ich total neben mir, nahm 14 Tage Tavor, begann am 2. Januar wieder mit Arbeit.
    Allerdings schaffte ich das nur 6 Tage bis der Zusammenbruch kam. Seitdem nehme ich Citalopram 10 mg.
    Mit diesem Antidepressiva fühle ich mich besser, und mit der Arbeit funktioniert es auch wieder.
    Ganz sicher bin ich mir nicht, ob es die richtige Entscheidung war meine Trauer medikamentös zu unterdrücken.
    Mit diesem Medikament kann ich nicht mehr weinen, obwohl mir sehr oft danach ist. Habt ihr Erfahrung damit?

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    • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

      Wenn es Dir momentan etwas hilft, dann ist es ok. Ich weiss noch nicht, ob ich es nehme, da ich aus Erfahrung weiss, später beim Absetzen musst du dann teils wieder neu an Dir arbeiten. Wir müssen so oder so jetzt stark auf uns aufpassen und uns selbst unterstützen. Ich habe auch keine Ahnung. Wünsche Dir alles Liebe…

      antworten
  8. Michaela  Juni 6, 2017

    Hallo….
    Mein geliebter Mann ( 39 J. ) starb am 27.03.3017 an einer Lungenentzündung und diesem blöden Influenza Grippevirus. Im Vorjahr, Feb 2016 wurde bei ihm ein Zungengrundkardizom bösartig festgestellt, operativ entfernt, Chemotherapie, Bestrahlung hatte er ganz gut überstanden. Doch leider war sein Körper einfach zu schwach für das Virus. Innerhalb von acht Stunden verschlimmerte sich sein Zustand, bis er plötzlich in der Nacht Atemnot bekam und Herz – Kreislaufversagen. Leider konnte ich ihm nicht helfen und unsere beiden gemeinsamen Kindern (5 und 8 Jahre alt) bekamen alles mit: meine Schreie, die Notärzte…
    Seither bin ich am Ende, habe auch Medis bekommen, doch aus Angst nicht eingenommen, da ich denke das ich es so verarbeiten muss, alles andere wäre nur Zeit verzögern. Meine Kinder bekommen auch ärztliche Unterstützung in Form von Therapien und eine Mutter-Kind-Kur habe ich auch beantragt…
    Mein Mann und ich wären dieses Jahr 17 Jahre zusammen gewesen, ich habe ihn mit 15 Jahren kennen und lieben gelernt. Nun, wo er nicht mehr da ist, fühlt sich alles hundertmal schwerer an und ich habe Angst, das alles nicht mehr so zu schaffen. Wären die kleinen zwei Mäuse nicht, wüsste ich nicht was ich getan hätte… ständig spielt es sich wieder und wieder in meinem Kopf ab und ich frag mich, was hätte ich an dem Abend anders machen können, wie hätte ich ihm vielleicht doch helfen können…. ständig quält mich jetzt auch die Angst um die Kinder…
    Wann wird es besser oder wird es jemals besser? Ich habe ihn so geliebt und vermisse ihn so sehr…

    antworten
    • Jenny  Mai 17, 2018

      Hallo ich heiße Jenny. Mein Mann ist am 9.12.2017 verstorben. Er hatte immer geäußert, dass seine Speiseröhre schmerzt. Ich sagte: „Schatz du musst zum Arzt!“. Er war dann beim Arzt und hatte bloß Pantoprazol verschrieben bekommen. Ich machte mir richtig Sorgen um ihn und wir diskutieren, da ich der Meinung war, dass es auch sein Herz sein kann. Er hatte nicht auf mich gehört. Am 9.12.2017 um 5 15 Uhr habe ich ihn im Wohnzimmer tot aufgefunden. Es ist so schrecklich! Ich mache mir oft Vorwürfe, warum ich ihn nicht einfach ins Krankenhaus gebracht habe. Wir hatte bloß drei Jahre miteinander. Ich hatte endlich meine große Liebe gefunden.

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  9. Sabrina  Juli 25, 2017

    Hallo
    Mein Mann ist am 8.07.17 im Alter von 37 Jahren gestorben. Er ist Freitagabend einfach umgefallen und weder ich, noch die Notärzte konnten ihn reanimieren. Auf der Intensivstation haben sie es noch 2 Stunden Probier, bevor sie aufgegeben haben. Es hat mir den Biden unter den Füßen weggerissen, ich bin immer noch wie gelähmt und kann es einfach nicht fassen. Wir sind seid 20 Jahren ein Paar, seid 9 Jahren verheiratet und haben eine kleine Tochter, die 6 ist. Immer wieder frage ich mich, wie konnte das nur passieren. Er war der liebenswerteste und humorvollste Mensch, den ich jemals kannte. Er hat mich stets zum Lachen gebracht und mich immer wieder aufgebaut als ich down war. In der Schwangerschaft habe ich Typ 1 Diabetes bekommen und selbst da baute er mich stets auf und machte mir Mut. Für die kleine Maus muss ich stark sein, was mir im Moment sehr schwerfällt. Ich war immer ein Kämpfer, aber dadurch habe ich mein Lebensmut und meine Fröhlichkeit verloren. Wäre die kleine nicht würde ich erstmal abhauen und 1 Jshr Entwicklungshilfe machen. Ich weiß echt nicht wie ich das überwinden soll, gerade weil auch finanzielle Sorgen auf einen Einpreschen. Wie schafft ihr das? Kann man jemals wieder glücklich sein? Ich sehe im Moment nur glückliche Familien, was mich ganz sentimental werden lässt. Wie lange braucht man um diese Trauer zu überwinden. Hinzu kommt dass ich selbst eine Krankheit habe, hoffe die kleine muss nicht auch noch mich verlieren.

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    • Torsten  August 14, 2017

      Hallo,
      Ja es ist furchtbar, aber es muss weiter gehen. Ich habe meine Frau am 02.08.2017 verloren und am 12. ist sie dann nach 10 Tagen Koma körperlich gegangen. Morgen versuch ich zu arbeiten und die Beerdigung zu organisieren. Mein Herz ist tief gebrochen und ich hätte nie gedacht, so tiefen Schmerz zu fühlen. Ich bin 1,90 gross, aber im Ehebett verliere ich mich seit zwei Wochen und Tränen habe ich auch noch genug. Sport, Musik und Freunde helfen mir am besten. Die Vorstellung, was der Partner wohl gewollt hätte, hilft vielleicht auch. Würden wir nicht auch wollen, dass das Leben weitergeht und man wieder zum Leben zurück findet? Das ist einfacher gesagt als getan. Aber woran soll man sich klammern wenn der Schmerz so tief sitzt. Leben, einfach leben….ich werds versuchen.
      Gruß Torsten

      antworten
      • Sonja  September 5, 2017

        Hallo Torsten,

        Ich habe meinen Lebensgefährten am 13.08.17 ganz plötzlich von einer Sekunde auf die andere an einer Lungenembolie verloren. Es gab keine Vorzeichen, nichts. Er wurde nur 44 Jahre. Eine Woche später bin ich wieder arbeiten gegangen. Ich konnte nicht zu Hause hocken und im Kummer vergehen, ich wäre sonst vor die Hunde gegangen. Ich weiß wie schwer alles ist. Ich möchte alle hier ganz herzlich drücken…. Sonja

        antworten
      • Klaus  Dezember 15, 2017

        Ich habe meiner Frau am 26.10.2017 versucht, nach eine Hyperventilation das Leben zu retten, habe Herzmassage und alles Mögliche unternommen: alles vergeblich. Sie hatte 6 Monate zuvor eine Darmkrebsdiagnose bekommen und ich hatte nicht gedacht, daß alles so schnell geht. Sie nahm von Tag zu Tag immer mehr an Mobilität ab, Dazu kam noch ein Stoma(künstlicher Darmausgang). Ich habe sie so gut wie möglich gepflegt, ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen, alles hat nichts gebracht. Der Herrgott hat gerufen und wir müssen folgen…

        antworten
      • Katta  Juli 15, 2018

        Hallo Torsten,
        ich habe gerade deinen Text gelesen. Mein Mann ist vor vier Wochen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Du hast deine Frau am 2.8. verloren. Da habe ich Geburtstag. Es wird der erste Geburtstag ohne ihn. Es wird für uns beide ein schwerer Tag. Ich wünsche uns beiden Kraft.

        antworten
  10. Sylvia  August 4, 2017

    Mein Lebenspartner (50) ist vor 5 Wochen bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt. Wir lebten 5 Jahre zusammen. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht weine. Ich versuche mich zu beschäftigen, gehe wieder arbeiten, versuche mich an einer Trauerbegleitung und mache Sport so gut es geht. Aber ich fühle mich einfach so müde und erschöpft. Ich wünsche mir und jedem hier, dass er mit viel Kraft und Unterstützung alles bewältigt, was man sich wünscht. Sende Euch allen viel Kraft. S. (46)

    antworten
  11. Claudia  September 2, 2017

    Hallo,
    es hat lange gedauert diese Seite zu finden. Leidensgefährten ohne Sprüche.
    Auch mein Mann starb an einer Aortendissektion am 14.07.2017, wie bei Ingeborg. Das Wort unerwartet bekam auf einmal eine ganz andere Bedeutung für mich. Schlimm war, daß er nach dem Umfallen wieder aufstand und angerufen hat ich soll mir keine Sorgen machen alles wird gut, er wird nur in die Notaufnahme gefahren. In der Notaufnahme dann die Nachricht er ist verstorben. Es gab für uns keine andere Option als gemeinsam in Rente zu gehen und dann in den Süden. Ja was nun. Der schlimmste Tag im Leben 3 Tage nach seinem 54. Geburtstag nach 29 gemeinsamen Jahren keine Kinder – sollte nicht sein. Arbeiten gehe ich noch nicht, kann mir dies auch nicht vorstellen, bei einer nur sitzenden Tätigkeit. Habe auch noch sehr viele behördliche und andere Gänge zu erledigen – alles war auf seinem Namen. Wenn ich alleine bin, weine ich ganz laut. Meine Familie ist ganz lieb. Das Umfeld auch, wissen nur nicht damit umzugehen und haben Ihren Alltag, was schwer zu ertragen ist. Mein Mann war auch Motorradfahrer. Manchmal denke ich den Führerschein zu machen, damit seine Maschine nicht rumsteht. Auch ich wünsche allen viel Kraft, auch wenn man denkt das diese nicht reichen wird. C. (48)

    antworten
    • RoSi  Januar 14, 2019

      Hallo Claudia , wie geht es dir in der Zwischenzeit. Mein Mann , 53, ist im Oktober 2017 plötzlich verstorben und mir geht es jetzt so wie Dir damals, kannst du mir Hoffnung machen, dass ich damit leben kann und dass es irgendwann irgendwie wieder etwas besser wird ? Liebe Grüße RoSi

      antworten
  12. Maggi  September 19, 2017

    Ich bin auch zufällig hier drauf gekommen.Ich finde die 4 Schritte sind eindeutig.
    Ich habe meinen Mann im Mai 2017 verloren wir konnten uns noch verabschieden, bzw die Uni hat es gesagt, nur keiner weiß wann es sein würde.Ich versuch mir ein neues Leben aufzubauen. Klar gibt es solche Momente, da weine ich, das lass ich einfach zu und das ist richtig. Aber ich will keine Tabletten nehmen. Die Daniela Kronester hat recht, danach fängt man wieder an. Ich denke man sollte sich jeden Tag was vornehmen damit man raus geht. Im Winter gibt es genug graue Tage. Meine Wohnung räume ich um. Jeden Tag was Anderes. Freunde haben sich auch rar gemacht und halten nicht das, wie Sie es meinten: „Wenn Du mich brauchst…“ usw. Habe es einmal gemacht, nie wieder. Ein bissel Stolz habe ich noch. Das Schreiben hier tut mir auch gut.
    Vielleicht macht jemand mit und man baut sich damit auf. Tschüssi Maggi

    antworten
  13. Jutta  Oktober 7, 2017

    Habe meinen Mann Mitte Mai 2017 in einer Nacht beim sterben begleitet. Wir waren 53 Jahre zusammen. Ich bin 75 Jahre alt.
    Meine beiden Kinder haben sich mit sehr bösen Wörtern schriftlich von mir abgewandt.

    Ich bin ganz alleine und sehe in meinem Leben keinen Sinn mehr. Mit dem Tod meines Mannes ist damit auch meine ganze Familie gegangen.
    Wie kann man in dem Alter noch weiter leben?

    antworten
    • Claudia  Oktober 22, 2017

      Hallo Jutta,

      hier ist Claudia (Eintrag vom 02.09.2017), warum sich Deine Kinder abgewandt haben, kann man nicht verstehen und das ist Schade. Mir tun Eltern und Geschwister gut. Aber auch ich weiß nicht, wie es ohne meinen Mann weitergehen soll, kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen, mein Mann war mein Leben, er war lustig fleißig liebevoll, wir wollten gemeinsam alt werden und haben auch öfter unserer Späße damit gemacht. Ich glaube es ist keine Frage des Alters, alle hier auf dieser Seite haben Worte der Trauer geschrieben und alle sind unterschiedlichen Alters.
      Man kann nicht helfen, mittlerweile gehe ich zu einer Trauergruppe, das tut mir gut. Vielleicht hilft Dir so eine Gruppe und Du merkst, daß Du nicht ganz allein bist.

      antworten
  14. Sarah  Oktober 18, 2017

    Hallo…
    Mein Lebensgefaehrte ist am 2.6.17 im Alter von 39 Jahren an Lungenkrebs mit Metastasen im Kopf verstorben.
    Als wir im November 2015 die Diagnose Krebs bekamen, war es für uns beide nicht nur ein Schock, sondern auch gleichzeitig ein Todesurteil! Wir hatten beide den Mut und die Hoffnung auf Erfolge verloren! Im Dezember 2015 bekam er für die Metastasen im Kopf Bestrahlung und ab Februar 2016 sollte dann die Chemo für die Lunge losgehen. Nach 4 Wochen Bestrahlung ging es ihm sehr dreckig, so dass ich ihn wieder ins Krankenhaus gebracht habe, wo dann aufgrund dessen, das er schlimme Kopfschmerzen hatte, ein MRT gemacht wurde. Die Auswertung ergab dann zum Erstaunen aller, dass die Metastasen im Kopf weg sind!!!
    Für uns war es ein kleiner hoffnungsschimmer und wir hatten wieder etwas an Mut gewonnen. Nach dem 3. Chemo Zyklus wurde dann im Juni 2016 ein CT von der Lunge gemacht und auch da ergab die Auswertung, dass es deutlich besser lief als es die Ärzte erwartet hätten! Von dem Tumor war nur noch Narbengewebe übrig und um das auch vollständig zu beseitigen bekam er noch mal 4 Wochen Bestrahlung für die Lunge… Als wir dann nach einem weiteren CT erfuhren das die Lunge absolut sauber ist, kam der lebensmut und zurück!!!! Wir dachten das jetzt alles wieder gut ist!!!
    Im November 2016 sollte dann noch mal eine Kontrolle erfolgen und anschließend sollte mein Mann dann zur Reha. Bei der Kontrolle kam dann aber leider die dicke Keule: Die Lunge sieht super aus, aber die Metastasen im Kopf sind wieder da!
    Nun hieß es wieder Bestrahlung für 8 Wochen…
    Beim Kontroll-MRT dann eine Hiobsbotschaft: Nur 7 von den 8 Metastasen sind kleiner geworden und es wurde uns mitgeteilt das es jetzt nur noch eine kleine Chance gibt. Er bekam nun wieder Chemo….
    Mir wurde nun klar das es ab jetzt nur noch eine Frage der Zeit ist. Als es dann Ende Mai dem Ende zuging haben wir ihn zur Vollzeit Pflege in ein Pflegeheim gebracht. Ich habe bis zum Schluss an seinem Bett gesessen. Ca. 30 Minuten bevor er verstarb, machte er die Augen noch mal auf und sagte zu mir: „Es tut mir leid. Und ich liebe dich.“
    Ich glaube dass ich diese letzten Worte nie wieder vergessen werde.
    Wir waren fast 11 Jahre zusammen. Wir haben zusammen mit seinem Sohn mit im Haus seiner Eltern gelebt. Jetzt waren sein gerade 18 Jahre alter Sohn und ich auf einmal alleine. Und meinem Stiefsohn und mir war klar das wir , auch wenn wir nicht blutsverwand sind, eine Familie sind. Als mein Stiefsohn dann zu mir sagte: „du Sarah, Papa hätte es nicht gewollt das wir traurig sind, Papa hätte gewollt das wir unser Leben weiter leben und so schwer es auch ist das Leben genießen und Spaß haben.“ Mir wurde eins ganz deutlich: dass mein Stiefsohn und ich eine dermaßen große Bindung zu einander haben, dass es für den “ Kleinen“ gar nicht in Frage kam, jetzt zurück zu seiner leiblichen Mutter zu gehen.

    Und jetzt geht das Theater erst richtig los! Nun hieß es auf einmal von meinen Schwiegereltern, dass ich ausziehen soll! Ja anfangs wollte mein Kleiner mit mir ausziehen, bis er dann von meinen Schwiegereltern so unschön manipuliert wurde, dass er sich nun doch dazu entschieden hat, hier zu bleiben.

    Ich werde jetzt zum 1.11 in eine neue Wohnung ziehen. Und mich zerreißt es völlig, zu sehen, wie der kleine darunter leidet das ich ausziehen soll. Eins ist uns aber klar, auch wenn ich nicht seine leibliche Mutter bin und er auch nicht mein leiblicher Sohn ist. Das uns eines für immer verbinden wird und wir eine wenn auch ungewöhnliche Familie sind. Wir wollen uns nicht aus den Augen verlieren und immer in Kontakt bleiben. Wir machen uns gegenseitig mut, geben uns Kraft und nehmen uns die Angst vor der ungewissen und neuen Zukunft.

    Ich kann nur sagen, dass ich verdammt stolz auf meinen Kleinen bin und ihn verdammt doll lieb habe!

    antworten
  15. Yvonne  Januar 28, 2018

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Yvonne ich habe vor 4 Wochen meinem Mann verloren und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgehen und leben soll. Mein Mann wäre dieses Jahr 35 Jahre alt geworden. Wir waren 10 Jahre verheiratet und hatten über die ganzen Jahre unser Leben so wie wir es wollten aufgebaut. Dieses Jahr wollten wir zum ersten mal so richtig gemeinsam in den Urlaub fahren. Ich kann es einfach nicht glauben. Warte jeden Tag auf einen Anruf oder dass er zur Türe rein kommt aber nichts passiert. Bei meinen Verwandten geht das Leben natürlich weiter aber ich fühle mich als würde ich auf der Stelle stehen. Wir dachten dass uns noch so viel Zeit bleibt.
    Wie soll ich das Leben ohne Ihn weiter leben? Wie komme ich mit dem Schmerz und dem Verlust klar?
    Alles Fragen, auf die ich keine Antwort finde.
    LG Yvonne

    antworten
    • Torsten  Februar 21, 2018

      Hallo Yvonne,
      einen solchen Verlust gerade in der Advents- / Weihnachtszeit, vor allen Dingen in dieser noch lang anhaltenden dunklen Jahreszeit kostet besonders viel „Selbstmotivation“ um sich nicht aufzugeben. Ich kann deine Schilderung nachvollziehen, da ich in einer ähnlich gleichen schlimmen Lage bin.
      Aber gerade dein Posting auf dieser Seite zeigt mir eigentlich, dass Du Dich nicht ausschließt, abgrenzt und eigentlich die nächsten Schritte in Deine neue Zukunft suchst ! Denn gerade die Fragen nach dem „Warum“ führen ja leider nicht in die Zukunft, sondern sind doch alle vom Sinn her in die Vergangenheit gerichtet.

      Gerade Dein Satz „Wir dachten, dass uns noch so viel Zeit bleibt“ hat mich besonders betroffen gemacht.
      Wenn Du Lust hast, schaue doch mal auf folgenden link: http://trauer-dewezet.de/traueranzeige/kirsten-krutzfeldt/52618468
      Genau die selben Gedanken haben auch mich herumgetrieben.

      Einen Tipp zu geben ist unheimlich schwer, da jeder Mensch auf seine Weise einzigartitg ist.
      Ich für meine Person habe allerdings gute Erfahrungen damit gemacht gute Freunde anzrufen und zu mir auf ein Glas Wein einzuladen. Der Rest kam dann von alleine. Meine Freunde haben mir dann immer gesagt, das Sie mir unheimlich dankbar waren auf sie zugegangen zu sein, da Sie immer Angst hatten irgend etwas falsch zu machen. Es tat anschliessend mir aber auch meinen Freunden gut und es gibt einen soviel Zuversicht die wir beide unheimlich benötigen !!!
      LG
      Torsten

      antworten
  16. CR  März 15, 2018

    Hallo, ich habe meine Frau am 5.12.2017 unerwartet verloren sie war auch noch schwanger im 3 Monat. Sie ist nur 32 Jahre jung geworden.
    Wir haben uns mit 16 in der Schule kennengelernt und waren 16 Jahre zusammen. Alles habe ich mit ihr aufgebaut, es war nicht nur meine Frau sondern meine 2 Hälfte. 16 Jahre habe ich sie jeden Tag gesehen. Sie war eine wunderschöne super Ehefrau und Mutter.
    Das Einzige was mir geblieben ist: unser 3 Jahre alter Sohn. Es tut mir auch so leid für meinen Sohn, dass er ohne seine super Mutter gross werden muss.
    Mir fehlt nichts, aber ohne sie macht mein Leben keinen Sin mehr.
    Auch heute nach über 3 Monaten fehlt sie mir jede Sekunde. Mein Sohn hält mich noch am leben. Ich gehe zur Psychologin, aber ich weiss wirklich nicht, wie ich in Zukunft ohne sie leben kann. Zu wichtig war sie mir :-(
    Wir waren sehr Katholisch. Als sie zum 2 mal schwanger wurde, sind wir in die Kirche um danke zusagen. Nach dem Tod glaube ich an nichts mehr. Wir haben niemandem etwas getan und was meiner Familie passiert ist, kann man einfach nicht akzeptieren.

    antworten
    • Kathi  Mai 16, 2018

      Es geht mir ähnlich. Ich bin 23 und mein Freund hat sich vor kurzem vor einen Zug geworfen. Wir wollten heiraten, ein Haus, unser Sohn ist gerade mal drei Monate alt.
      Ich bin am Boden zerstört, es kam so plötzlich. Ich weiß nicht wie ich ohne ihn weiter leben soll. Es tut so weh, wie körperlicher Schmerz.
      Die ganze Zukunft ist fort, ich lebe nur noch von einem Tag zum anderen. Aber mein Kleiner ist noch so winzig. Wie sollen ihm das seine Großeltern erklären, wenn seine Mama auch geht? Ich will nicht, dass er eines Tages denkt, ich habe ihn nicht genug geliebt. Er ist schließlich das Produkt aus Liebe.
      Aber der Gedanke, meinem Mann zu folgen ist verlockend. Ich denke, ein kurzer Schmerz und dann ist man vereint.
      Dennoch kann und will ich den Kleinen nicht allein lassen. Ich habe es am Sarg versprochen, das ich auf ihn aufpasse und ihn nicht verlasse.
      Einen Punkt gibt es aber, der sich geändert hat: Ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben, denn mein Liebster wird auf mich warten. Irgendwann einmal. Dafür bete ich.
      Ich wünsche allen viel Kraft und Hoffnung…

      antworten
  17. Gabi  März 20, 2018

    Ich habe meinen Mann am 01.03.2018 verloren und vor 11 Tagen zu Grabe getragen.
    Wir waren 20 Jahre verheiratet er war gerade 64 Jahre alt geworden.
    Mir kann keiner mehr helfen, ich fühle mich so alleine.

    antworten
    • Martina  April 17, 2018

      Hallo Gabi, ich kann deine Situation verstehen. Helfen kann ich dir leider auch nicht. Habe meinen Mann am 25. 02.2018 verloren. Wir haben 4 Jahre mit seiner Erkrankung ( atypisches Parkinson) gekämpft. Niemand konnte uns wirklich helfen. Und dann ist er am 25.02. Sonntag morgen einfach Tod umgefallen. In mir herrscht die gleiche Verzweiflung und Hilflosigkeit. Das Leben hat plötzlich aufgehört. Man existiert nur noch in einem Schattendasein. Gib nicht auf, Kämpfe einfach weiter. Man geht jeden Tag durch die Hölle.

      antworten
    • Udo  Mai 23, 2018

      Am 18.04.2018 hat mich meine Frau Elke für immer verlassen. Eine Woche vor unserem 43 Hochzeitstag. Sie wurde 61 Jahre alt. Seit 2012 hatte Sie Darmprobleme, man entfernte ihr zuerst einen Teil des Dickdarms. Die Patologen stellten am Anfang keine bösartigen Tumore fest. Weitere Operationen folgten in den Jahren darauf. Es motierte und wurde bösartig. Zum Ende nahm Sie an einer Studie der MHH teil. Sie war so stark und voller Hoffnung. Am 18 April standen wir zusammen auf. Sie putzte sich die Zähne und erklärte mir, sie fühle sich nicht wohl und wolle sich noch mal ins Bett legen. Darauf ging ich zum Telefon und sagte eine Verabredung mit unserer Tochter ab. Als ich zurück ins Schlafzimmer kam lag meine Frau im Bett und war bereits tot. Ich konnte ihr nicht mehr helfen. Meine Frau war 14 Jahre als wir uns kennen lernten. Sie fehlt mir so sehr,

      antworten
      • Martina  Juni 12, 2018

        Ich sende dir viel Kraft ich kann dich verstehen mein geliebter Mann ist am 03.06.2018 von mir gegangen .Mein Herz weint.

        antworten
  18. Belinda  Mai 8, 2018

    Hallo Martina Hallo Gabi
    Mein Mann starb am 22.Mai 2017, sass tot auf der Couch, 55 Jahre alt,plötzlicher Herztod.
    Wir waren 30 Jahre glücklich verheiratet, 2 erwachsene Kinder…
    Liebe, Vertrauen, Seelenverbindung, alles weg, ohne Abschied, von jetzt auf gleich. Ich lebe noch, aber es ist kein Leben. Gefangen in Traurigkeit, Einsamkeit, Schmerz. Viele „gute“ Freunde können nicht mehr mit mir umgehen, haben sich zurückgezogen. Es macht einsam und leer.
    Trotz Trauerkreis, Gesprächen mit einer Psychologin, Lesen von Büchern und vielen Spaziergängen in der Natur, finde ich nicht zurück ins Leben.
    So kurz vor dem 1. Todestag, alle Tage 1 x erlebt, wird es besonders grausam.
    Ich hoffe auf die Zeit, die vllt. diesen Alptraum etwas leichter macht.
    Die Liebe wird nie vergehen.
    LG und viel Kraft
    Belinda

    antworten
  19. Belinda  Mai 8, 2018

    Hallo Martina
    Genau, es ist die Hölle und niemand und nichts kann helfen.
    Mein Mann starb am 22.5.17 – plötzlicher Herztod. Ich habe ihn auf der Couch gefunden. 55 Jahre, 30 verheiratet, Liebe und das grosse Glück gefunden, alles ist weg,vorbei
    Trotz vieler Gespräche, Therapie, Trauerkreis
    Ich bin immer in diesem Alptraum gefangen
    LG Belinda

    antworten
    • Martina  Juni 13, 2018

      Liebe Belinda,
      Ich glaube, die Trauer wird uns nie verlassen. Auch die Zeit wird es nicht heilen können, wie man sagt. Die vielen gemeinsamen Jahre und alles, was man zusammen bewältigt und erlebt hat, bleiben einem stetig vor Augen. Auch ich kämpfe mit immer wiederkehrenden Trauerattaken. Alles in meinem Haus erinnert mich an das gemeinsame Leben. Und auch räumliche Veränderungen können da nicht helfen. Vor allen Dingen wünsche ich mir immer wieder, dass ich mit meinem Mann noch reden könnte. Dass wir gemeinsame Entscheidungen fällen könnten. Alles ist mir genommen worden. Und oft denke ich, dass es auch keine Zukunft mehr geben kann. Wie soll das die Zeit denn ändern? Da fehlt mir die Hoffnung.
      Ich wünsche dir, und uns allen, dass wir Hilfe bekommen für diesen schmerzlichen Verlust, den wir zu tragen haben.
      LG Martina

      antworten
      • Christa  Januar 9, 2021

        Ja, es stimmt: die Trauer verlässt uns nie. Aber Sie wird mit den Jahren milder, sanfter, einfach ein vertrauter Bekannter, der uns ungebeten ab und zu heimsucht und je nachdem kurz oder länger bleibt! Diese Erfahrung habe ich nach dem Tod meines Mannes, 59 Jahre (Bauchspeicheldrüsen Krebs ) gemacht. Wir waren sehr glücklich 35 Jahre zusammen. 2 Kinder 50 und 46 Jahre. Ich habe 11 Jahre alleine gelebt. Heute lebe ich in einer guten Partnerschaft mit meinem Trauzeugen, auch er hat seine Frau an Krebs verloren. Wir sind nicht mehr alleine mit unsere Trauer und haben gelernt, sie in unserem Leben anzunehmen und nicht zu verdrängen. Aber ich weiß, das braucht Zeit, viel Zeit.

        antworten
  20. Ayméric  Mai 31, 2018

    Hallo an alle Mitlesenden!
    Ich bin ueberzeugt, dass es ein Leben nach diesem Leben gibt, aber dennoch ist das endgültige Loslassen so schwer. Es gibt Tage, in denen ich ganz klar und bewusst bin und wieder andere, in denen ich ganz in meinen Gefuehlen und Traenen bin. So war ich zu diesem Forum gelangt.
    Mein Mann ist vor einem Jahr in die geistigen Welten gegangen. Die Tage um seinen Uebergang herum, waren schwer fuer mich zu tragen. Dennoch hatte ich entschieden, allein sein zu wollen – ohne Besuche oder Besucher.
    Nach seinem Tod gab es einige Ereignisse ueber Dinge, die nur wir beide gewusst hatten, was mir das anfangs Geschriebene bestaetigt. Dennoch im Hier und Jetzt gibt es keine Beruehrung und keine vertraute Seele, die sichtbar fuer mich da ist. Wir hatten fast 40 Jahre eine wunderbare gemeinsame Zeit, zusammen gehalten in guten wie in schwierigen Zeiten. Von einer Sekunde auf die naechste war ich allein. Mein Mann war 66 und ich 77. Ich habe nach und nach alles, was anstand erledigen koennen zunaechst die Krankenhaus- und Arzthonorare, dann die Bestattung, die behhoerdlichen Aenderungen, usw. und bin noch lange nicht fertig.
    Wir hatten beide keine Verwandten, die uns etwas bedeuteten und die uns akzeptierten. Mein Mann ist in innerem Frieden gestorben. Ich bin noch heute dankbar, dass ich bei ihm sein und ihn halten konnte.
    Wo wir frueher zu zweit entschieden hatten, war jetzt meine Entscheidung gefragt. Bei wichtigen Dingen frage ich meinen Mann um Rat, ueberschlafe die Angelegenheit und treffe am naechsten Morgen meine Entscheidung. Damit bin ich seither sehr gut gefahren. Eine gemeinsame Wohnung ueber die andere gesagt hatten, ich wuerde sie nie verkaufen koennen, war nach zwei Tagen verkauft. Und auch mit anderen Dingen war es so gegangen. Ich weiss, dass er aus der geistigen Welt hilft.
    Vielleicht ist es eine Hilfe fuer andere Trauernde. Den Tod gibt es nur fuer den Koerper. Aber das zu akzeptieren ist schon schwer, wenn der Liebhaber, der Vater, der Versorger, der Freund sichtbar fehlt. Das alles ist mir klar. Und dennoch ueberfallen mich schockweise Trauerattacken, die einen ganzen Tag andauern koennen. Allerdings habe ich keine Medikamente genommen, in der ganzen Zeit nicht. Es ist nicht leicht, aber ich will diese Zeit bewusst erleben und nicht betaeuben. Daher darf die Trauer, bzw. auch das Lachen und Freuen – alles zu seiner Gelegenheit da sein.

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  21. Martina  Juni 12, 2018

    Hallo, ich habe am im Juni 2018 meinen geliebten Mann verloren und mir geht es, als würden Wellen über mich brechen. Aber ich habe jetzt auch den Trost, dass es meinem Mann jetzt besser geht. Ich will meinen Schmerz nicht mit Tabletten und Alkohol betäuben. Oft bin ich gleichzeitig wütend, voller Hass, traurig, erbost, verzweifelt. Die ganze Bandbreite. Aber auch das bringt mir meinen geliebten Mann nicht wieder. Ich hoffe es wird in geraumer Zeit besser. Wir waren 40 Jahre verheiratet und kennen uns seit 43 Jahren, mit allen Höhen und Tiefen. Ich vermisse ihn so sehr. Da er so lange krank war und immer wieder im Krankenhaus behandelt wurde, kam der Tod eigendlich plötzlich. Ich weiß nicht, wie ich mit dem umgehen soll. Auch wenn die Familie da ist: Du bist trotzdem allein mit dem Schmerz.

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  22. chris  Juli 21, 2018

    Hallo, ich habe meine Lebensgefährtin Ende Mai an Lungenembolie verloren. Wollten nächstes Jahr heiraten. Ich komme damit nicht klar. Hat jemand Tipps? Danke!

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  23. Elke  Juli 26, 2018

    Hallo allen Trauernden!
    Ich habe meinen über alles geliebten Mann am im Juli im Alter von 79 Jahren, während einer OP verloren.
    Wir sind/wären im August 34 Jahre lang verheiratet. Ich bin 63 Jahre alt.
    Seit April 2018 klagte er über Blut im Stuhl und sein HB-Wert sank auf 5,1. Seit dieser Zeit hatte er mehrere Magen- und Darmspiegelungen über sich ergehen lassen, ob bei Spezialärzten oder in Krankenhäusern. Auch eine Kapseluntersuchung wurde durchgeführt. Zusätzlich wurden mehrere Bluttransfusionen und Eiseninfusionen verabreicht. Immer wieder hörten wir, keine Blutungen zu sehen. Man stellte nur fest, dass Angiodysplasien durch Spezialgeräte im oberen Dünndarm zu sehen waren. (Das hätte jeder Mensch, bei dem einen können sie platzen, bei dem anderen nicht). Seit Juni 2018 bekam er bei unserem Hausarzt 2 x wöchentlich Eiseninfusionen. Am 22.06.18 hatte er es dann auf 11,1 HB-Wert geschafft und wir schöpften wir neue Hoffnung. Am 27.06.18 bekam er in der Nacht Koliken, stand auf und verlor das Bewusstsein. Ich konnte ihn noch gerade auffangen und ihn seitlich auf den Boden legen und dann erbrach er Blut. Stand auf und sagte: Alles wieder gut, legte sich wieder hin und schlief ein.
    Das gleiche passierte 2 Tage später wieder und ich rief die Notrufstelle an, das war der Freitag. Mein Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, in dem er auch schon im Mai 2018 stationär behandelt wurde. Am Wochenende wurden außer Bluttransfusionen und Eiseninfusionen nichts unternommen. Am Montag wurde wieder eine Magenspiegelung gemacht mit anschließender CT. Hierauf sah man dann, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich muss vorab erwähnen, dass mein Mann 2008 an einem Bauchaortenaneurysma operiert wurde. In all den Jahren danach hatte er nie Probleme, war ständig in Behandlung und zur Kontrolle. Alles immer ohne Befund.
    Der Chefarzt und Direktor dieser Klinik sagte meinem Mann, dass er morgen operiert werden müsse, denn erst dann könne man sehen was los ist. Er sollte gleich morgens der Erste sein. Es zog sich hin bis 16.00 Uhr.nUm 19.15 bekam ich dann die Schreckensnachricht.
    Ich stehe seit dem Tag mit dem Chefarzt in Kontakt und er erklärte mir, dass der Faden von der Prothese, die vor 10 Jahren eingesetzt wurde, ein Loch in die Bauchaorta gerieben hätte. Auch Reanimationen hätten nicht mehr geholfen. Mein Mann ist innerlich verblutet.
    Ich frage mich immer wieder, warum hat man nicht schon früher ein CT angefertigt. Ist ein Menschenleben so wenig wert? Geht’s nur ums Geld?
    Wir haben morgens am OP-Tag noch Scherze gemacht und gelacht. Mein Mann sagte, wenn wir das alles überstanden haben, machen wir eine schöne Reise.
    Ich muss mich jetzt um die Auflösung unserer Firma kümmern. Im Moment funktioniere ich einfach nur. Wenn ich zum Nachdenken komme, bricht die ganze Welt über mir zusammen. Er fehlt mir so sehr. Wo ich hingehe, was ich anfasse, überall ist mein Liebster. Alles hat er selbst gemacht. Sei es im oder am Haus. Wir brauchten nie einen Handwerker. Er stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Jeder konnte sich 100%ig auf ihn verlassen. Seine Sachen liegen noch so da, als würde er gleich zur Tür hereinkommen. Der Schmerz ist unermesslich groß.
    Ich kann auch das Haus nicht verkaufen, jedenfalls im Moment nicht daran zu denken. Hier steckt all seine Kraft, Arbeit und Liebe drin. Das bringe ich nicht übers Herz. Ich kann nicht glauben, dass er nie wieder kommt.

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  24. Lua  Juli 27, 2018

    Hallo zusammen..
    Ich wünsche uns allen ganz ganz viel kraft..
    Selbst habe ich meinen Partner am 2.Juni verloren. Er wurde nur 28 Jahre alt. Die Nachricht erreichte mich telefonisch nach der Arbeit. Ich bin zusammengebrochen und bin nicht mehr wieder aufgestanden. Wir haben eine Tochter, die erst im April 2 Jahre alt geworden ist. Sie sieht genau so aus wie er, das haben seit der Geburt immer alle gesagt. Und er hat sie vergöttert. Wir hatten von Anfang an oft mal schwere Zeiten, da er Freunde hatte, die in einem negativen Kreis waren und sich immer erlaubt hatten, über mich zu urteilen. Ich habe diese Leute nie getroffen. Leider hat er nach der Geburt der Kleinen angefangen, sehr viel zu trinken und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Ich war froh als er sich in eine Klinik einwies, um von seiner Sucht loszukommen. Er sagte, er tue das für uns, weil er uns liebt und er bei uns sein will. Doch als er raus kam, weinte er unglaublich viel und sagte Dinge wie: ich kann nicht mehr, es ist besser wenn ich sterbe!. Ich hab ihn oft getröstet und ihm gesagt, dass wir ihn brauchen und ihn lieben. “Wir sind eine Familie auf ewig” sagte ich ihm. Aber ich habe ihn nie gefragt, was eigentlich los war. Ich wollte ihn nicht belasten. Ich wollte nur, dass er sich bei uns wohlfühlt. Er wohnte nach der Klinik nicht bei uns, sondern alleine in einer Wohnung. Wenn ich anrief, um ein Treffen auszumachen, hiess es dann oft wieder, nein kann nicht, meine Freunde kommen mich holen. Ich war sehr nervös nach solchen Antworten und weinte auch viel. Ich wollte mit solchen Leuten nichts zu tun haben und ich war traurig, dass er trotz dem ganzen Leid, das diese Leute mir angetan hatten, er sie trotzdem noch traf. Nach seiner Beerdigung habe ich erst erfahren, dass er in der Klinik Leute kennengelernt hatte, die ihm Drogen gaben. Sie hätten ihn damit gelockt, er würde sich damit besser fühlen. Ich habe viele Dinge erst nach seinem Tod erfahren. Und mich frisst das schlechte Gewissen. Wieso bin ich nicht trotz dieser “Freunde” vorbei gefahren und habe ihn abgeholt. Warum habe ich nichts gemerkt? Die Todesursache weiss ich bis heute nicht. Ich weiss nur, er wurde irgendwo tot aufgefunden. Die Polizei ermittelt noch. Vermissen tu ich ihn jede Sekunde und bereue, dass ich ihm nicht helfen konnte. Ich wollte nur, dass er wieder gesund zurück nach Hause kommt und mit uns glücklich ist. Er wollte kurz vor seinem Tod nach hause kommen. Er weinte und sagte: ”Ich weiss, dass du meine Frau fürs Leben bist und ich will dich heiraten und mehr Kinder mit dir haben!” Und ich sagte ihm, es sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Ich vermisse ihn so über alle Grenzen. Er war immer grosszügig, immer lieb. Er war 100 Prozent Herz! Ich weiss, dass er uns geliebt hat. Ich vermisse ihn extrem und ich weiss nicht wohin mit meinen Gedanken…

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  25. Claudia  August 9, 2018

    Hallo zusammen,

    ich habe meinen Freund leider Anfang Juli durch einen Unfall verloren. Nichts wird mehr so sein wie es war und ich frage mich, warum die Welt manchmal so ungerecht ist und das Schicksal so hart zu schlägt. Er ist und bleibt die Liebe meines Lebens und ich bin ihm so dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten. Wir haben viel zusammen durchgemacht (was uns immer mehr zusammengeschweißt hat), aber auch so viele tolle Sachen zusammen gemacht und erlebt. Durch den Tod von meinem Papa vor fast fünf Jahren habe ich zum Glück gelernt, dass man immer versuchen sollte, sich Wünsche und Träume dann zu erfüllen wenn man sie hat und nicht auf später zu verschieben. Denn man weiß nie wie viel Zeit man noch zusammen hat. Ich bin momentan sehr dankbar, viel Unterstützung von meiner Familie und von Freunden zu haben. Trotzdem macht mich diese Leere total fertig und ich fühle mich so unendlich allein. Ich hoffe, dass es mit der Zeit erträglicher wird.

    Ich sende euch allen viel Kraft, um diese schwere Zeit zu überstehen. Irgendwann wird für uns alle die Sonne wieder scheinen, auch wenn man sich das jetzt noch nicht vorstellen kann.

    LG,

    Claudi

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  26. Bianca  September 19, 2018

    Bianca 19.09.2018
    Halo,mein Mann ist vor 3Wochen ,trotz langer Krankheit ganz plötzlich gestorben.Die schlimmste Zeit begann vor 1Jahr als 1Zeh dann andere auch schwarz wurden.Es folgten innerhalb von 3Wochen Vorfußamputation dann
    Unterschenkelamputation,dann sah alles recht gut aus und er kam zur Reha.nach 6Wochen mußte er wieder in die Gefäßklinik,Oberschenkelamputation.Auch wenn er manchmal keine Lust mehr hatte zu leben habe ich die Hoffnung nie aufgegeben mit Ihm alt zu werden.Jetzt ist er nur 63Jahre geworden und ich wollte noch 1Jahr arbeiten und dann mit Ihm wieder an die Ostsee ziehen,wo wir herkommen.Man kann Pläne machen doch das Schicksal macht uns einen großen Strich durch die Rechnung.Wir waren 36Jahre zusammen und nie lange
    voneinander getrennt.Er war alles für mich Anfang und Ende.Jetzt muß ich Ihn noch Beisetzen und ich weiß nicht
    wie ich das überstehen soll.
    Ich bin nicht ganz allein,aber Freunde können mir auch keinen Trost geben.Lieber würde ich Ihnnoch 20 Jahre
    pflegen als dieses stille Haus wo mich alles an unsere schöne Zeit erinnert zu ertragen

    antworten
  27. Thomas  Oktober 13, 2018

    Meine Frau ist Anfang November 2017 an Kalzifilaxy und Enzephalytis gestorben.Sie wurde nur 52 Jahre alt. Sie war eine bewundernswerte Kämpferin. Seit ihrem Teenageralter war sie immer wieder im Krankenhaus. Nierenentfernung, Sigmaersatzblase usw. Die letzten 10 Jahre dann noch zur Dialyse. Trotzdem haben wir 1990 eine gesunde Tochter bekommen. Dann musste sie wegen schlechtem HB Wert ins Krankenhaus. Diagnose Kalzifilaxy. Eine seltene, furchtbare und sehr schmerzhafte Krankheit. Innerhalb von 6 Wochen ist sie elendig verreckt.
    Wir waren fast 30 Jahre verheiratet. Ich komme einfach nicht über ihren Tod hinweg. Bin seitddem arbeitsunfähig. Habe mir psychologische Hilfe geholt. Antrag auf Reha ist auch gestellt Nehme seitdem starke Medikamente, damit ich überhaupt irgendwie über die Runden komme. Bin nur am Grübeln und kann nachts kaum noch schlafen. Das Leben läuft einfach nur so an mir vorbei. Und dass ich bei ihrem Tod nicht dabei war, gibt mir den Rest. Ich hoffe, dass es irgendwann besser wird. Ansonsten gibt es ja nur noch eine Alternative.
    Alles gute euch.

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    • Marion  April 2, 2019

      Hallo Thomas, mein herzliches Beileid. Ich habe meinen Mann am 2. Mai 2018 verloren. Er wurde im Krankenhaus tot aufgefunden, mit nur 45 Jahren. Auch er hat einen ähnlichen Leidensweg hinter sich. Seit Kindheit Diabetes und im Laufe des Lebens alle erdenklichen Folgekrankheiten bekommen. 5 Schlaganfälle, Lunge und Nieren kaputt. Auch er war die letzten Jahre an der Dialyse. 2017 nach einer Knie OP im künstlichem Koma, durch mangelnde Betreuung im Krankenhaus sind die Füße an den Fersen abgestorben, was zur Folge hatte das man ihm im April letzten Jahres den linken Fuß abnehmen mußte. Da sein Allgemeinzustand immer schlechter wurde hat sein Körper das alles nicht mehr ertragen können. Wir haben zwei erwachsene Kinder, die sich viel um mich kümmern. Aber auch mir feht mein Mann sehr und ich weine gerade an den Abenden sehr viel, wir waren 27 Jahre verheiratet. Mein Mann hat nie geklagt, er war ein echter Kämpfer. Ich bin etwas älter und wurde mit 53 zur Witwe. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft und das das Leben noch gutes für dich bereit hält.

      antworten
  28. RoSi  Januar 14, 2019

    Hallo ich bin die RoSi, mein man kam am 1.10.2018 auf tragische Weise ums Leben . Er wurde nur 53 Jahre alt, wir waren seit der Schule zusammen. Es ist ganz furchtbar. Ich gebe mir die größte Mühe durch diese dunkle Zeit zu kommen. Bin froh wenn mal ein Tag mit nicht zu vielen Tränen vorbei geht . LG

    antworten
  29. Daniel  März 9, 2019

    Hallo, ich Papa von wunderbaren Sohn (7) habe das erste Mal im Leben Angst… Meine Frau ist unheibar krank und wird leider sterben.Ich versuche alles positiv zu sehen aber die Ärzte sagen was anderes. Wer kann mir helfen in den dunkelen Stunden? Was mache ich mit meinem Job? Muss uns ja ernähren? Gibt es Hilfe von irgend jemand? Danke für Info und Hilfe.
    LG, Daniel

    antworten
    • Susann  April 2, 2020

      Lieber Daniel. Wie bist du mit der Situation umgegangen, zu wissen, dass deine Frau sterben muss? Hast du sie jetzt noch bei dir odee musste sie schon gehen? Dein Beitrag ist ja schon 1 Jahr her.
      Ich bin erst jetzt auf diese Seite aufmerksam geworden, als ich nach Unterstützung im Netz gesucht habe.
      Mir geht es genauso wie dir vor einem Jahr. Ich weiss, dass mein Lebensgefährte es nicht schaffen wird. Er wird nicht mehr viel Zeit haben und bald sterben. Ich stehe völlig neben mir.
      Kannst du mir vlt helfen, damit umzugehen?
      Danke. LG Susann

      antworten
    • Lole  April 12, 2020

      Hallo Daniel,
      ich habe eben deinen Beitrag gelesen. Wie geht es dir inzwischen?
      Mein Mann ist im Juni 2019 unerwartet und ganz plötzlich verstorben. Meine drei Kinder (die Älteste ist ebenfalls 7) und ich konnten uns nicht verabschieden…
      Der Verlust ist immens, trotzdem geht es irgendwie weiter…
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft für diese Zeit!

      antworten
    • Tina Kleb  Februar 26, 2021

      Lieber Daniel, wie geht es dir inzwischen? Ich bin jetzt gerade in genau der selben Situation wie du damals als du den Beitrag geschrieben hast. Bald stehe ich mit 36 Jahren und zwei tollen Kindern alleine da. Magst du mir schreiben? Ich würde mich freuen. Liebe Grüße, Tina

      antworten
  30. K.  Juli 5, 2019

    Lieber Daniel, Du musst und Du wirst es schaffen. Es gibt keine wirkliche Hilfe. Dein wunderbarer Sohn wird Dir helfen, Dich nicht selbst aufzugeben. Aber es steht Euch eine harte Zeit bevor. Falls Du Deine Frau noch bei Dir hast, dann schätze die Zeit, die Euch verbleibt. Auch diese Zeit ist wertvoll. Du wirst Deine Frau nicht verlieren. Sie wird immer bei Euch sein, aber unendlich fehlen. Das sind nur meine Erfahrungen der Diagnose „unheilbar“. Alles Gute! K.

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    • Rita  November 13, 2019

      Lieber Daniel, ich lese deine Zeilen und frage mich, ob du mittlerweile irgendwo Unterstützung für dich und dein Söhnchen beommst.
      Im Schmerz könnt ihr euch nur immer wieder drücken, einander festhalten, weinen, reden, viel reden!
      Das Schweigen, die Stille, das Alles- Selbst-entscheiden- müssen ist manchmal kaum zum Aushalten.
      Auf jefen Fall solltest du mit den Lehrern reden. Sie können zumindest ansatzweise deinen Sohn auffangen. Hast du wahrscheinlich schon alles gemacht. Leider stoße ich erst jetzt auf dieses wertvolle Portal.
      Ich suche mich seit dem 22. Juni.
      LG Rita

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  31. hans  März 24, 2020

    Ich 56 habe im Jänner 2020 3:30 Uhr meine über alles geliebte Seelenpartnerin und Ehefrau nach tapferern langen Kampf dem Herrgott überlassen müssen unsere tochter 18 und ich wurden eine knappe 1/2 stunde später per Telefon darüber informiert und in dieser sekunde brach die welt für uns zusammen.ihr ableben kam trotz vorerkrankungen und vielen Krankenhausaufenthalten in knapp 9 jahren dann doch eher überraschend noch gerade am 9 Oktober 2019 unseren 24.kennenlerntag gefeiert,danach weihnachten gefeiert,dann anfang Jänner 2020 den 56.geburtstag meiner lieben Frau gefeiert,am 15.Jänner 2020 hatten wir unseren 24.Hochzeitstag (Satinhochzeit),und im Jänner 2020 hatte Sie zu mir mittags gesagt das es Ihr heute nicht so gut geht,nächsten tag waren wir im Spital und sie wurde gleich aufgenommen wegen ihrer nicht so guten Blutwerte,erhöhte Leukozyten,CRP Wert usw.am 16.Jänner hat uns dann der zuständige Prof.mitgeteilt das meine Frau gerade am Limit kämpft,es könne aber sein das Sie in 2 tagen am bett sitzt und eines Ihrer Lieblingsbücher liest oder umgekehrt und Sie es nicht mehr schafft,ab 17 Jänner 2020 war Sie nicht mehr ansprechbar und hat „nurmehr“geschlafen,ich streichelte Sie und hielt ihre Hand, nachmittags bzw. Abends wollte ich eigentlich eh nicht,aber ich fuhr dann doch wieder zu unserer Tochter nach hause,das war dann das letzte mal wo ich meine liebe Frau lebend gesehen habe !,seither ist in mir alles gebrochen was nur brechen kann,ich bin gebrochen und bestehe nur mehr zur hälfte,wir waren absolute Seelenpartner und innigst in all unseren Gemeinsamkeiten,durch meine allerliebste bin ich zu einem besseren mensch geworden und meine Frau hat mir auch die Augen geöffnet was in unserem Leben wirklich wichtig ist,auch war Sie stehts bemüht ob unserer großen und einzigartigen Liebe,Sie gab alles und zwar in jeder hinsicht,wir waren gebrannte Kinder und hatten uns 1995 gesucht und gefunden,Wir gingen anfangs einen holprigen Weg der aber dann immer ebener wurde,auch die schlimme Diagnose im Sommer 2011 der Leukämie was zwar für uns 3 ein Riesenschock war konnte uns trotz allen gesundheitlichen Rückschlägen nichts anhaben und wir sagten uns immer wieder gemeinsam werden wir auch das meistern und tag für tag das beste daraus machen was wir auch taten
    seither pflegte ich meine liebe frau und das ohne jegliches mitleid sondern aus reiner und der echten wahren liebe wie versprochen an unserem Hochzeitstag in guten und in schlechten Zeiten ! unsere tochter und ich hoffen jetzt das unsere allerliebste nun an einem besseren Ort ist und über uns wacht,ich selber hoffe für mich das ich meine über alles geliebte Seelenpartnerin irgendwann wieder sehen werde und wir dann gemeinsam in aller Ewigkeit zusammen sein können „am ende wird alles gut und ist es noch nicht gut dann ist es auch nicht das ende „

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    • Simone  Mai 3, 2020

      Wieviel Schmerz kann ein Mensch ertragen ? Ich musste meinen Andi am 18.März mit gerade mal 59. Jahren gehen lassen und hab das Gefühl ich schaff es nicht aber ich wünsche allen hier auf dieser Seite alles Gute und viel Kraft

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  32. Roland  Juni 29, 2020

    Hallo, hab meine Frau vor sechs Wochen verloren. Sie kamm ins Krankenhaus mit verdacht auf Lungenentzündung und verstarb dann acht Tage später an Krebs. Komm mit der Situation nicht klar das ich praktisch entscheiden musste ob sie noch an den Apparaten bleiben soll oder ob sie die abschalten sollen. Wären am 07.07.20 zwanzig Jahre verheiratet. Ich lebe seit diesem Zeitpunkt allein den die Verwandtschaft meiner Frau ließen mich fallen wie eine heiße Kartoffel. Hab zwar eine 22. Jährige Tochter die ist aber Arbeitsbedingt nach NRW gezogen. Bin 57 Jahre alt meine Frau wurde nur 49. Jahre wohne in Niedersachsen.

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  33. Luzia  August 4, 2020

    Hallo ich habe am 3.3.2019 meinen geliebten Ehemann nach 3 1/2 Jahren Kampf gegen den Speiseröhrenkrebs verloren. Wir hatten knapp zwei Monate Zeit uns zu verabschieden. Doch bei seinem ableben war ich nicht bei ihm, bin 10 Minuten zu spät gekommen. Auch heute (1 Jahr und 5 Monate nach seinem Tod) leide ich noch immer sehr. Ich vermisse ihn sehr. Ich habe eine psychosomatische Kur gemacht. Bin nach wie vor in psychologischer Behandlung. Auch habe ich meine und seine Familie die sich sehr um mich kümmern. Während seiner Krankheit haben sich die sogenannten Freunde zurück gezogen. Ich versuche mich abzulenken was leider nicht immer gelingt. Ich fühle mich leer und verlassen.

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  34. Sonja  August 25, 2020

    Habe am 26.07.2020 ganz plötzlich meinen über alles geliebten Mann verloren. Er starb auf einem Autobahnrastplatz, schaffte zuvor noch die Ausfahrt aus dem Tunnel! Er begann stark zu zittern, rang nach Luft, stieg noch aus dem Auto und brach danach in meinen Armen zusammen. Es war für mich die Hölle! Herbeigeeilte Menschen versuchten helfen, Wiederbeleben scheiterte, er hatte weder Atmung noch Puls. Ein Notarztteam, welches per Hubschrauber kam, konnte nur noch den Tod feststellen! Ich war wie gelähmt, kniete bei ihm, streichelte ihn, schloss ihm die Augen umschlang seinen Kopf und küsste ihn bis die Ärztin zur Totenbeschau ankam und danach der Leichenwagen. Ich hatte kein Zeitgefühl nur Schmerz und Tränen und Ohnmacht! Wir waren 34 Jahre beruflich und privat zusammen und kannten uns fast 43 Jahre. Er war die Liebe, der Partner und der beste Freund meines und unseres gemeinsamen Lebens. Wir hatten noch so viel vor, wünschten uns noch unbeschwerte und glückliche gemeinsame Jahre. Leider war es uns nicht bestimmt! Es gibt täglich Tränen und ein Gefühl welches ich noch nie zuvor hatte! Er fehlt mir sehr! Da er auswärts verstorben ist und ich unter Schock stand, lies ich meinen Schatz dort in der Nähe kremieren und zwar in dem Ort, an dem wir zu diesem Zeitpunkt gemeinsam verweilen wollten. Danach gibts es eine Diamantbestattung/ heißt ich lasse aus einem Teil der Asche einen Diamanten/Edelstein herstellen, den ich dann von einem mir bekannten Goldschmied einfassen lasse und den ich dann an einer Halskette an meinem Herzen tragen kann. So habe ich meinen geliebten Mann immer bei mir. Der Rest der Asche kommt in eine schöne Überurne und wird bei mir zu Hause auf der Terrasse in einer Urnenstele mit Blick in den Garten seinen Platz finden. Ich möchte ihn einfach zu Hause bei mir haben und wünsche mir, dass ich dadurch meine Trauer leichter verarbeiten kann. Derzeit ist es noch besonders schlimm! Meine Mutter, sie ist 83 sagt, ich solle mir professionelle Hilfe suchen! Ich weiß jedoch jetzt nicht wohin mit den Gefühlen und meiner Trauer und es ist auch erst so kurze Zeit her! Ich wünsche uns Allen viel Kraft für diese schwere Zeit!

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  35. Ina  November 11, 2020

    Liebe Sonja, wie geht es Dir mittlerweile? Habe Anfang Oktober meinen geliebten Mann verloren. Tränen kommen täglich. Kann mir bitte jemand sagen wann es ein wenig besser wird?

    antworten
    • Hannelore  Januar 2, 2021

      Liebe Ina, auch ich habe meinen Mann Anfang Oktober 2020 durch einen Hirntumor verloren. Er ist fast drei Jahre
      lang gestorben. Ich habe bis zum letzten Atemzug an seinem Bett gesessen. Diesen qualvollen Weg vergesse
      ich nie. Mein Mann fehlt mir. Auch ich muss immer wieder weinen. Er wurde nur 68 Jahre alt. Wir hatten noch
      soviel vor. 2018 und 2019 ging es meinem Mann nach einer OP, Chemo und Bestrahlung noch einigermassen gut.
      Regelmäßige MRT`s ließen uns hoffen. Bis Ende Februar ein Rezidiv diagnostiziert wurde und das war dann das Ende.
      Mein Mann hat gekämpft und wollte nicht gehen, nicht loslassen. Diese Bilder verfolgen mich. Es wird auch
      noch eine Weile dauern. Wenn du magst können wir per E-Mail Kontakt halten und uns austauschen.
      Wir müssen stark bleiben oder wieder werden.

      antworten
      • Ingrid  April 10, 2022

        Hallo Hannelore,

        ich sitze hier und kann nicht aufhören zu weinen. Mein Mann ist vor fast eineinhalb Jahren ebenfalls an einem Hirntumor gestorben, bzw. gab es Komplikationen nach der OP. Er war noch so jung, erst 56. Vor Jahren schon war der Tumor diagnostiziert worden, aber leider ein falscher Typ. Der tatsächliche Tumor war viel schneller wachsend.

        Schlimm für ihn war, dass er wusste, dass er nach und nach seinen „Verstand“ verliert. Erst ist es uns nicht aufgefallen, aber nach und nach ließ ihn sein Gedächtnis im Stich, er bekam Wortfindungsstörungen, es ging alles so schnell. Innerhalb von ein paar Wochen konnte er nicht mehr richtig laufen, und er hat so geweint und war so verzweifelt. Mein Mann, der sonst nie geweint hat – und ich konnte ihm nicht helfen, jedenfalls nicht wirklich. Natürlich war ich für ihn da, hab alles erledigt, Arztbesuche, Krankenhaus, hab ihn gewaschen, eben alles gemacht was er plötzlich nicht mehr selbst tun konnte.

        Aber ihn so zu sehen, voller Angst, das verfolgt mich noch heute.

        Nach der OP erlitt er mehrere Gefäßinfarkte und starb. Ich war am Tag der OP wie jeden Tag auf dem Weg ins Krankenhaus. Wegen Corona war die Besuchszeit auf 1 Stunde pro Tag beschränkt. Er sollte um 12 operiert werden und um 11, direkt nach dem Einlass für Besucher, war ich an seinem Zimmer. Er war nicht mehr da. Die OP wurde vorgezogen. Ich konnte ihn nicht mehr sehen. Der Arzt erzählte mir noch, dass mein Mann nach mir gefragt hat.

        Er hat so viel vergessen, selbst wie man telefoniert oder schreibt – aber mich nicht. Ich war sein Anker und ich konnte an seinem letzten Tag nicht bei ihm sein. Mich plagt so eine Schuld- das krieg ich einfach nicht los.

        Ein halbes Jahr danach bin ich umgezogen, hab unser gemeinsames Haus aufgegeben und bin in die Nähe meines Sohnes gezogen, der sich sehr,sehr um mich gekümmert hat.

        Aber ich weiß nicht wie mein Leben weitergehen soll. Ich bin so unglaublich einsam. Ein riesiges Stück meines Lebens, ja von mir, wurde gewaltsam herausgerissen. Ich weiß nicht wie ich diese Wunde jemals heilen kann. Ich verbringe viel zu viel Zeit alleine, habe keinen Pkw mehr, weil es einfach zu teuer ist und kämpfe darum den Mut und die Kraft und das Vertrauen zu finden einen Schritt zu machen in mein eigenes Leben. Ich weiß aber nicht wie. Alles erscheint lediglich wie eine Ablenkung vom Verlust. Mein Mann war mein Fels, mein Vertrauter, mein Partner, wie soll man das auch nur annähernd ersetzen? Meine Angst vor der Zukunft macht mich noch verrückt.

        Falls jemand einen Rat hat, bitte schreibt mir.

        antworten
  36. Pablo  Dezember 16, 2020

    Ich habe meine so geliebte Frau verloren!!! Sie kommt niemals wieder!!!. Ich bin 1987 nach Deutschland nur wegen Ihr.
    Ich verstehe nicht!!! Wie konnte sowas passieren, so eine liebevolle Person, alles was ich kann, habe ich von Ihr gelernt. Wir haben alles, aber alles, zusammen gemacht, es war schon so das wenn sie Weihnachtsfeier hatte (als Beispiel) oder so ähnliches ich konnte nicht schlafen. Sie ist am Alzheimer gestorben, mit 55 Jahren!!!! Im Heim gestorben! Die Diagnosis wurde festgestellt als sie 49 Jahre alt war. Ich habe sie 6 Jahre lang gepflegt, die ersten 3 Jahre waren schön, aber auch sehr Traurig aber schön.
    Dann hat sie am 15.12.2019 Ihre ersten Epileptische Anfall, ab dann hat sich alles verändert, eine Katastrophe! Im Februar den Zweiten und am 2 April musste ich sie im Heim abgeben. ICH KONNTE NICHT MEHR – WERKLICH NICHT!!! ICH ENDSCHIED, ICH WILL NICHT MEHR ARBEITEN was ich schon 6 Jahre lang nicht mehr gemacht hatte. Ich dachte ich werde jedem Tag dort sein. Ich konnte es nicht – der Virus hat es nicht gelassen.
    Ich konnte aber jeden Tag sehr gut sehen wie meine Frau ohne mich kaputtging, da hier haben wir entschieden mit unserer Hausärztin, dass wir meine Frau nächste Woche zurück nach Hause bringen aber leider ist sie am Samstag 02.05.2020 gestorben sie hatte ein Herzkreislauf-Stillstand und dann ist sie dort alleine gestorben ohne mich dabei zu haben. Ich verstehe alles nicht, es war so traurig!!! Wie kann man so sterben!

    antworten
  37. Frank  Januar 23, 2021

    Guten Abend ,
    leider hat auch mich das schicksal getroffen und ich muss meine Frau nach 7 Jahren an eine stärkere Macht freigeben.
    Nach kurzer schwerer Krankheit ist sie 2021 verstorben.
    Ich kann es niemandem sagen wie schwer es mich trifft, obwohl ich genau weiss, dass es so, wie es gekommen ist, für meine Frau der beste Weg ohne Leid und unumgänglich war.
    Ich komme einfach nicht klar, ich kann nicht loslassen. Sie war alles, wofür ich gelebt habe!
    Und nun???
    Was macht ihr gegen diese Situation?
    Ich bin komplett ratlos und verzweifelt!

    lg

    antworten
    • Helga  Februar 19, 2021

      Hallo Frank,
      ich hoffe es geht dir ein wenig besser. Ich weiss wie du dich fühlst, auch ich habe 2020 meinen Lebenspartner verloren. Wir waren über 17 Jahre verlobt. Loslassen ist nicht einfach – kann immer noch nicht richtig loslassen und vermisse ihn sehr. Mit seinem Tod habe ich meine Lebensfreude und meine Lebenslust verloren. Ich versuche stark zu sein und hoffe ich komme wieder zu Kräfte um das Leben positiver sehen zu können.
      Frank, gib nicht auf – versuche stark zu sein.Ich wünsche dir ganz viel Kraft,
      Gruss Helga

      antworten
  38. dorin  Februar 7, 2021

    Hallo
    Ich bin 65 Jahre alt und lebe seit dem 18.november mit diesem Verlustschmerz um meinen Mann Jürgen. Lungenkrebs durch Asbest, sehr aggressiv. Am 24.September die Diagnose, am 18.November gestorben. Sehr starke Gefühlsschwankungen begleiten mich Tag für Tag. Ich bin in meinem Leben schon oft richtig durchgebeutelt worden, aber diesen Verlust und Schmerz zu ertragen, das ist nur ganz individuell für jeden Einzelnen zu meistern. Dieser Austausch zwischen uns Betroffenen erleichtert ein bisschen und das Mitteilen ist eines von vielen Ventilen. So empfinde ich jedenfalls.

    antworten
  39. H. / Berlin  Februar 11, 2021

    Hallo!
    Ich habe Ende Sept. 2020 von meinem langjährigen Lebenspartner ( ohne Trauschein) Abschied nehmen müssen. Monate nach der Dignose : fortgeschrittener Lungenkrebs (unheilbar und gestreut) ist mein geliebter Mann (73Jahre) zu hause im Krankenbett verstorben. Ich (58J.) war bis zum letzten Atemzug an seiner Seite,sprach zu ihm und habe seine Hand gehalten. Es ist grausam zusehen zu müssen wie der Krebs den Körper zerfrißt und man nicht wirklich helfen kann. Ich komme bis heute noch nicht klar damit und werde die Bilder nie aus meinem Kopf bekommen.
    Ich wünsche euch allen viel Kraft in der schweren Zeit.

    antworten
  40. Susan  März 21, 2021

    Wie schafft ihr das? Ich Mama von 2 wunderbaren Kindern 11 und 7 werde bald mit 37 Jahren Witwe sein. Mein Mann hat seit 2019 blutkrebs. Jetzt die Nachricht unheilbar. Er liegt in meinen Armen und ich weiß das er bald sterben wird. Ich gehe jetzt schon kaputt. Ich weiß nicht wie ich diese Zeit und vorallem die Zeit danach überstehen soll…

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  41. Sandro  März 25, 2021

    Hallo zusammen
    Ich habe vor einem Jahr völlig überraschend meine geliebte Frau(41) verloren.
    Bis heute komme ich nicht klar. Sie war der Sinn meines Lebens. Wir haben viel zusammen unternommen umd hatten noch so viele Ziele und Träume. Nun lebe ich alleine in einer grossen leeren Wohnung. Bringe es nicht übers Herz hier auszuziehen, geschweige denn jemals jemanden einziehen zu lassen.
    Ich lebe wie ein Roboter. Schlafen, arbeiten und danach schnell nach Hause, um wieder ins Bett zu hüpfen. Dazwischen erledige ich den Haushalt und den Einkauf.
    Es fällt mir schwer zu glauben, dass dieser Schmerz jemals nachlassen wird.

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  42. Svetlana  März 27, 2021

    Hallo!
    Ich habe im Februar 2018 meinen Mann verloren. Es war Suizid. Nun bin ich seit drei Jahren alleine mit drei Kindern. Als es passiert war, war mein jüngster zwei Jahre alt. Ich bin 36 Jahre alt und wir waren 10 Jahre zusammen. Wir hatten noch so viele Pläne und dann das! Mir wurde der Boden unter den Füßen weggezogen, man musste lernen neu zu leben.
    Mittlerweile hat sich alles eingespielt und funktioniert gut. Doch mein Mann fehlt mir immer noch sehr. Den Spruch „Die Zeit heilt alle Wunden“ kann ich so nicht bestätigen. Der Schmerz rückt einfach in den Hintergrund, weil das Leben weiter geht. Aber er ist immer noch da. Und ich frage mich, wann es besser wird. Ich nehme am Leben teil und bin niemand der sich verkriecht, alleine schon wegen der Kinder. Doch es fällt mir immer noch hin und wieder sehr schwer. Man spricht auch nicht mehr so viel darüber, weil für alle die Zeit vergeht und alle denken es geht einem gut. Aber ich denke für die betroffenen geht die Zeit anders.
    Momentan habe ich wieder diese schwere Phase, habe auch die Überlegung zu einem Psychologen zu gehen.
    Bin auf die Seite gestoßen und dachte mir, hier würde man mich verstehen und ich einen kleinen Teil meines Schmerzens ablegen können.
    Ich wünsche allen viel Kraft

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  43. Beate  April 5, 2021

    Mir geht’s genauso, Ich habe am 21.02.2021 plötzlich meinen Mann verloren. Wir waren 40 Jahre lang verheiratet. Ich kann meine Trauer gar nicht beschreiben, den Schmerz, die Angst, das Unwiderrufliche, das nicht wahr haben, ihn nie mehr zu sehen oder zu sprechen, die gemeinsame Zeit.

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  44. Angela  August 1, 2021

    Ich habe alle Eure erschütternden Berichte gelesen. Man denkt immer, man steht ganz allein da, aber es gibt so viele mit diesem furchtbaren Schicksal. Mein Mann ist im März mit 66 Jahren an Leberkrebs gestorben. Am 8. Dezember 2020 erhielt er telefonisch die Nachricht, dass nur noch eine Palliativbehandlung möglich sei, nachdem man uns noch in der Woche zuvor Hoffnung auf eine Lebertransplantation gemacht hatte. Es war ein furchtbarer Schock. Wir wussten, dass er krank ist, aber nicht, dass ihm nur noch 3 Monate Zeit bleiben. Im März 2021 ist er gestorben. Er wurde Ende Februar aus der Uniklinik entlassen und ich habe ihn die letzten 3 Wochen mit Hilfe eines Palliativdienstes gepflegt. Ich war bei ihm, als er starb und ich bin sehr froh, dass ich ihm diesen letzten Dienst erweisen konnte. Trotzdem ich noch lange bei ihm gesessen habe, konnte ich einfach nicht begreifen, dass er für immer fort ist. Das geht mir bis heute so, ich denke oft, es kann doch nicht sein, dass er nie wieder kommt. Ich bin 68, wir hatten keine Kinder und auch nicht Unmengen Freunde, aber wir hatten ein wunderschönes Leben mit zahlreichen schönen Reisen. Danach sieht man erst, wie wenige Freunde noch bleiben und auch von seiner Familie höre ich kaum noch etwas, da ich die Trauerfeier und Beerdigung nicht nach ihren Vorstellungen gestaltet habe. Ihm hätte es auf jeden Fall gefallen, denke ich. Ich selbst habe nur noch einen Bruder, der weit entfernt wohnt. Ich versuche, mich durch alles Mögliche etwas abzulenken. Was mir auch sehr fehlt, sind die gemeinsamen Spaziergänge mit unserem Hund, die wir täglich zusammen machten. Leider ist unser guter Junge inzwischen so alt geworden, dass seine Gelenke keine Gänge mehr mitmachen. Oft gehe ich jetzt halt allein spazieren, aber ich denke oft, warum geht auf einmal alles zu Ende. Wir waren erst vor kurzem in Rente gegangen, mein Mann schon vor 5 Jahren, aber wir waren so zuversichtlich, dass wir noch etliche schöne gemeinsame Jahre haben. Es gibt Tage, da sitze ich hier und weine mir die Augen aus dem Kopf, obwohl ich weiss, er würde das nicht wollen. Er sagte immer bis zum Schluss, wein nicht, man kann es halt nicht ändern. Es ist, wie es ist. So ein lieber, herzensguter tapferer Mann. Als er die Diagnose erhielt, sagte er, er wolle sich bemühen, so wenig wie möglich zu jammern und das hat er auch bis zum Ende nicht getan. Dabei hätte er allen Grund gehabt, zu jammern. Ich hoffe, diese immer gleichen, sich im Kreis drehenden Gedanken werden irgendwann einmal weniger schmerzhaft, zeitweise habe ich gedacht, besser wäre es, ich wäre gestorben. Ich danke Euch fürs lesen und wünsche uns allen viel Kraft.

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    • andrea  Mai 24, 2022

      Hallo Angela,
      ich habe gerade meinen Mann verloren (Mai 22). Wir hatten auch keine Kinder, hatten noch so viele Pläne. Mein Mann ist auf der Kellertreppe gestürtzt, Schädelhirntrauma-OP. Ich mußte entscheiden, das die Geräte ausgestellt werden. 5 Stunden hat er gebraucht bis er gehen konnte. Es waren die schlimmsten Stunden meines Lebens. Nun kommt noch die Beerdigung und bei allem stehe ich alleine da. Mein Herz schmerzt-er war alles für mich!!!! Ich werde niemals darüber hinwegkommen und wenn ich daran denke das ich erst 53 Jahre alt bin.
      Wie geht es Dir mittlerweile?

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      • Justine  Januar 2, 2023

        Liebe Andrea,
        mein Lebensgefährte ist Ende 2022 auch aufgrund eines Treppensturzes ums Leben gekommen und es war, als wenn mir jemand den Teppich unter den Füssen wegzieht. Von jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen. In den ersten Wochen wollte ich am liebsten mit ihm gestorben sein. Wir waren 16 Jahre zusammen und haben auch keine Kinder. Ich weiss genau wie Du Dich fühlst. Ich bin 48. Er war und ist die Liebe meines Lebens, mein bester Freund und Ratgeber. Noch heute denke ich, die Tür geht auf und er steht im Flur.

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  45. Gaby  September 21, 2021

    Hallo,
    Ich habe meinen geliebten Lebensgefährten nach 8 Jahren mit nur 39 verloren. Ich bin traumatisiert ich habe ihn gesehen wie er lag. Ich suche verzweifelt nach einem Psychologen Termin aber in Berlin ist alles dicht. Die KV hat keine Termine. Zur Zeit halte ich mich über Wasser mit Neurexan und Nachts ein Zolpidem, damit ich ein bisschen Ruhe finde. Ich heule ständig, meine Familie lebt in Stuttgart, wir haben keine Kinder. Es ist erst 4 Tage her und ich denke immer warum kommt er denn nicht….ich bin so verzweifelt und könnte niemals zur Arbeit. Danke fürs Lesen Gaby

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  46. Christina  März 7, 2023

    Das tut mir so leid für Sie. Wie ist Ihre Gefühlslage jetzt?
    Ich bin auch 48 Jahre, mein langjähriger Lebensgefährte wurde 53. Wir hatten noch so viele Pläne.

    Erst wurde er aus dem Krankenhaus entlassen und nach 2 Tagen zu Hause ist er verstorben.

    Wir haben auch keine Kinder und waren 19 Jahre zusammen. Ich fürchte schon nächsten Montag, ich habe Angst.

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