Tod des Partners – wie damit umgehen?

Wir stehen fassungslos dem Tod gegenüber, wenn er einen geliebten Menschen aus unserer Mitte nimmt und ein tiefes Loch hinterlässt. Selbst wenn wir bei Krankheit des Partners Zeit hatten, uns psychisch und mental auf den Augenblick des Abschieds vorzubereiten, schimmert bei aller Todesahnung immer noch ein kleiner Hoffnungsfunke auf Heilung durch. Die direkte Konfrontation mit dem Tod ist dagegen eine unwiderrufliche, tief greifende Erfahrung, bar jeder Illusion, die viele Menschen in eine schwere Lebenskrise führt.

Was verändert sich durch den Verlust des Partners?

Alles, was Du bisher mit deinem Partner geteilt hast, fällt nun in Deinen eigenen Verantwortungsbereich: die Pflege und Erziehung von Kindern oder anderen Familienangehörigen, die wirtschaftliche Versorgung, das Lösen und Bewältigen von herausfordernden Situationen und das Ertragen von Freude und Leid. Wie kann es weitergehen ohne den geliebten Partner? Hat der Tod des Mannes oder der Tod der Frau Dich tief erschüttert und Dir den Boden unter den Füßen weggezogen? Fühlst Du Dich im Stich gelassen? Kannst du in Deinem Schmerz mit niemandem über den Tod des Ehepartners sprechen? So viele Fragen und Gefühle stürzen auf einmal auf Dich ein.

Hinzu kommt, dass Du nicht nur Deinen Partner verloren hast, sondern auch Deinen besten Freund oder die beste Freundin, Deinen Liebhaber und Lebensbegleiter, vielleicht auch den Vater Deiner Kinder oder Deinen Beschützer und Ernährer. Dein gesellschaftlicher Status verändert sich. Du bist entweder Witwe / Witwer oder wieder Single. Mit dem Tod Deines Mannes stirbt auch Deine bisherige Rolle als Partnerin, Geliebte und Freundin. Und vielleicht machst Du zu allen diesen Verlusten auch noch die Erfahrung, dass vertraute Menschen und Freunde Dich nach dem Tod des Ehepartners plötzlich meiden, weil sie nicht mit Tod und Trauer umgehen können. Und Du verlierst den Halt, den Dir ein bisher vertrauter Alltagsrhythmus gegeben hat.

Vier Schritte zur Trauerbewältigung

Nach dem Verlust deines Partners laufen alle Deine Bemühungen um gegenseitige Unterstützung und gemeinsames Erleben ins Leere. Die Gedanken, die um den verlorenen Partner kreisen, haben kein Ziel und keinen Sinn mehr. Du wirst lernen dürfen, ohne Deinen Partner auszukommen und schließlich auch erfahren, dass Du ein ganz anderes Leben führen kannst als in der Vergangenheit. Die Verarbeitung von Trauer und Verlust geschieht in vier Erfahrungsschritten oder Aufgaben.

Erster Schritt: Akzeptiere den Verlust des Partners als eine unwiderrufliche Tatsache. Erkenne, dass niemand Dir den geliebten Menschen zurückbringen kann, dass Du ihn in der vertrauten Form nicht wiedersiehst. Ein Ritual des Abschiednehmens kann Dich bei dem Prozess des Loslassens unterstützen. Suche Dir einen Gegenstand, der Deinen Partner oder Deine Beziehung symbolisiert – einen Stein, ein Foto, eine Figur – und trage sie in einer Schachtel an einem Ort Deiner Wahl zu Grabe, signalisiere damit Deine Bereitschaft zu Wandlung und Erneuerung.

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 Zweiter Schritt: Akzeptiere Deinen Trauerschmerz und alle Deine Gefühle, die durch den Tod des Partners in Dir freigesetzt werden. Gib ihnen Raum, sich auszudrücken, im Tanz, in der Malerei, im Schreiben. Arbeite mit der Farbe Schwarz, mit Erde, Ton und Wasser. Erlaube dir das Herauslassen von Wut und Zorn – vielleicht in der Natur, wo Dich keiner hören kann. Der Schmerz will bewusst durchlebt und durchlitten sein. Nur so kann er sich in eine neue Kraft verwandeln. Dir durch Ablenkungen, vermehrte Aktivitäten oder andere Betäubungen den Schmerz erträglicher machen zu können, ist eine Lüge, mit der Du langfristig gegen Dich selbst arbeitest.

Dritter Schritt: Baue Dir ein neues Leben ohne Partner auf. Erforsche und entdecke, welche Potenziale noch ungenutzt in Dir liegen. Überrasche Dich selbst und Deine Umwelt mit einer neuen Rolle, neu erlernten Fertigkeiten. Traue Dir die Rolle und Aufgaben Deines verstorbenen Partners zu, betrachte sie als eine Herausforderung zum Wachsen. Ein seelisches „Zumachen“ und Beharren auf Hilflosigkeit führen zu Verhärtung und Verbitterung. Mit ständig wiederholten Glaubenssätzen wie „mir hilft ja doch keiner“ oder „keiner kümmert sich um mich“ baust Du nur dicke Mauern um Dich herum auf und wirst für andere uneinnehmbar.

Vierter Schritt: Öffne Dich wieder für andere Menschen. Das ist nur möglich, wenn Du Dich gefühlsmäßig von Deiner alten Beziehung gelöst hast, wenn Dich keine Schuldgefühle mehr quälen, Du unbewusst keine Wut mehr auf Deinen Partner hast, dass er Dich allein gelassen hat. Gehe wieder unbekümmert auf andere Menschen oder Selbsthilfegruppen zu und hole Dir die Unterstützung, die Du brauchst. Formuliere Dein Bedürfnis nach einem Gespräch, nach Nähe oder Begleitung, und Du wirst erfahren, dass sich neue Freundschaften und Beziehungen auf einer neuen Grundlage entwickeln.

Eine neue Lebensperspektive

Auf dem Weg, Dir ein neues Leben ohne Partner aufzubauen, wirst du Fortschritte und Rückschritte erleben. Bleibe auf jeden Fall in Bewegung und lass Dich nicht von Misserfolgen entmutigen. Jede Art von Erfahrung trägt zu Deinem Wachstum bei und verleiht Dir Kraft, Dich dem Lebensfluss vertrauensvoll zu öffnen und die Freude am Leben wieder neu zu entdecken und zu genießen. Erkenne die Chance, in Kontakt mit Deiner eigenen Kraft zu kommen und dich seelisch in Deiner Mitte zu verankern. Mit der Zeit wirst Du entdecken, dass Du durch den Verlust Deines Partners ein neues Lebensgefühl und eine neue Perspektive gewonnen hast.

 

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Kommentare

  1. manu  September 1, 2013

    Hallo, mein Mann ist am 30.7.2013 an Speiseröhrenkrebs verstorben. Wir waren 26 Jahre lang verheiratet. Ich habe eine 5-jährige Tochter und habe nun Angst dass bei mir der Zusammenbruch noch kommt.
    Mein Arzt hat mir nach einem Gespräch Tavor verschrieben, eine halbe Tablette sollte helfen.

    Hat jemand Tipps und ähnliche Erfahrungen gemacht?

    antworten
    • Ulrike  Juni 11, 2014

      Hallo Manu,
      mein Mann ist am 22.06.2013 nach grausamer Leidenszeit an Lungen- und Speiseröhrenkrebs gestorben, mit 66 Jahren. Ich bin 62 Jahre alt und wir haben 45 Jahre gemeinsam gelebt. Leider haben wir keine Kinder gehabt. Es hat mich umgehauen! Nichts war so, wie es mal war. Ich bat meinen Arzt mir Medikamente zu geben. Aber er hat mich dazu gebracht, die Trauer anzunehmen und zu verarbeiten. Du hast die Kraft und Du schaffst es. Ich bin immer noch dabei, aber es geht langsam voran. Wenn Du möchtest, antworte mir.
      Leider habe ich erst heute Deinen Kommentar gelesen.

      antworten
      • evchen  Juli 12, 2014

        liebe Ulrike, ich habe ganz zufällig Ihre Antwort auf Manus Bitte um Rat gelesen.
        Ich habe meinen Mann vor einem Jahr verloren, es ist noch immer eine tiefe Traurigkeit in mir.
        Nur ganz kurz: ich wünsche Ihnen alles Liebe und finde es schön, dass Sie einen anderen Menschen versucht haben zu trösten.

        antworten
      • Bianca  Juli 28, 2014

        Hallo Ulrike,

        aus zufall bin ich auf diese seite gestoßen. Eigentlich auf der Suche, mir selbst zu helfen bei der Trauerverarbeitung meines Mannes.
        Mein Mann starb am 25.04.2014, allerdings begann er Suizid!
        Wir waren erst knapp über 1 Jahr Verheiratet hatten aber bereits 6 Jahre zusammen gelebt!
        Er war erst 26 Jahre alt und ich bin eine Woche nach seinem Tod 25 geworden. Unser Sohn ist jetzt 8 Jahre alt geworden.
        Ich will aber keinerlei Hilfe, weder von Verwandten, Freunden oder Ärzten haben. Ich will das alleine schaffen und muss sagen: es ist mehr wie schwer.
        Ich habe heute das Gefühl, kurz vor dem totalen Zusammenbruch zu stehen. Ich zitter und mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Jede Sekunde könnten mir die Tränen kommen.
        Diese Gefühle von Trauer sind einfach nicht in Worte zu fassen.
        Wie hast du es geschafft, damit fertig zu werden, allein zu sein und wieder in die Zukunft zu blicken?

        LG Bianca

        antworten
        • eva  März 4, 2016

          Hallo bianca , du hast die selbe situation durch lebt wie ich zurzeit ! Mein Mann hat sich vor 14 tagen das leben genommen und ich stehe mit 2 Kindern alleine da ! Kannst du mir evtl schreiben wie es dir jetzt geht ? Ich habe das gefühl das mein leben niemals weiter gehen wird ! Bin 24 jahre alt.

          antworten
    • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

      Hallo, ich kenne Deine Angst. Mir geht es genauso. Aber bitte versuche kein Tavor zu nehmen wenn es geht. Wenn dann nur ganz selten. Sorry, will dich nicht unter Druck setzen, aber ich weiss, dass Medikamente Deinen Schmerz nicht verändern. Das Buch Trauern mit Leib und Seele kann ich Dir empfehlen. Viel Kraft und Geduld wünsche ich Dir und mir.

      antworten
  2. klaudia  August 27, 2014

    Hallo meine Lieben,
    ich habe meinen Mann am 29.05.2014 verloren, mit 50 Jahren. Er hatte sich den Fuss gebrochen, war sehr dick und 10 Tage später verstorben, plötzlich und unerwartet. Ich habe 2 Kinder, der eine 26 der andere 12 Jahre alt .Wie soll es nur weitergehen? Ich kann mit dem Schmerz einfach nicht umgehen…

    antworten
    • Ralf  Oktober 25, 2015

      Hallo zusammen,
      auch ich bin aus Zufall auf diese Seite gekommen.
      Ich habe am 10. September 2015 meine Lebensgefährtin (46 Jahre) wegen schwerer Erkrankung ( Prankreaskarzinom ) verloren.
      Wer kann mir dabei helfen eine Stelle zu finden wo ich professionelle Hilfe bekomme? Ich habe mich dafür entschieden eine Klinik aufzusuchen da ich mit diesem Verlust nicht klar komme, nur ist es schwer eine gute Klinik zu finden.

      antworten
      • Dirk  November 5, 2015

        Hallo Ralf,
        die Trauer und der damit verbundene Schmerz über den Verlust des Lebenspartners lässt sich nicht in einer Klinik heilen. Vor 2 1/4 Jahren ist meine Ehefrau an Krebs (Ovarial- und Peritonealkarzinom + Keiminfektion (Antibiotikaresistent)) verstorben. Wir hatten mit Beginn der Krankheit meiner Ehefrau psychoonkologische Betreuung und gemeinsame Tanztherapie. Die psychotherapeutische Betreuung habe ich jetzt noch und sie tut mir gut. Eine Pilgerreise für Trauernde mit professioneller Begleitung (Johanniter, ev. Stadtakademie München) haben mir ebenfalls geholfen. Meine Ehefrau und ich habe gerne Urlaube am Meer gemacht. Ich habe dies nach ihrem Tod mit einer ambulanten Kur verbunden. Die Strandwanderungen an der frischen Luft sowie Massagen und die Physiotherapie zur Entspannung haben mir geholfen. Allerdings die Trauer und der Schmerz setzen sich hier und da noch durch. Die Intensität der Trauer wird geringer im Laufe der Zeit und ist zyklisch (Geburtstag, Todestag, Hochzeitstag, Weihnachten usw.). Die Bilder von ihr in meinem Kopf während ihrer Sterbephase begleiten mich. Doch auch die positiven Erinnerungen und Bilder von der gemeinsamen Zeit bleiben. Die Dankbarkeit und Wertschätzung für diese gemeinsame Zeit, gemeinsamer Lebensabschnitt bleiben und halten mich aufrecht. Dennoch muss man sich neue Ziele setzen, denn die gemeinsamen Ziele und Wünsche und die gemeinsame Lebensplanung sind weggebrochen. Dir wird es ähnlich ergehen. Vielleicht hilft Dir eine psychotherapeutische Begleitung, eine Pilgerreise für Trauernde und/oder Strand- oder Bergwanderungen plus ambulanter Kur….. Es gibt hierfür keine wahre Lösung, Es begleitet einen bis zum eigenen Lebensende. Man betrachtet alles aus einer anderen Perspektive und erfreut sich an den einfachen Dingen des Lebens, wundert sich das sich Menschen über banale Dinge streiten und Ärgern. Ich gehöre mittlerweile zu der Spezies, die auch über sich selbst lachen kann. Alles Gute für Dich. Viele Grüße Dirk

        antworten
        • Romana Hanke  Dezember 18, 2016

          Hallo Dirk,
          Mein Mann hatte eine Dissektion der Aorta und damit verbundene Schlaganfälle erlitten. Er hat alles überlebt, aber seit 3 Monaten hat er Keime und die verursachen eine Blutvergiftung. 4 mal schon. Nun haben mir die Ärzte gesagt, dass Torsten sterben wird. Die Keime sind antibiotikaresistent! Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wenn Du magst, schreibe mir bitte wie es bei Deine Frau war. Wie lange hat sie mit diesen Keimen gelebt? Kam am Ende die Sepsis? Leiden die Patienten? Ich könnte nur schreien .. die Keime hat er sich im Krankenhaus geholt. Ich hoffe ich reisse mit meinen Fragen keine Wunden auf. LG

          antworten
        • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

          Hast Du gut geschrieben.

          antworten
        • Puffy  November 8, 2017

          Lieber Dirk…das sind sehr schöne und wahre Worte…

          antworten
      • Gil  Juni 18, 2016

        Hallo Ralf,
        ich bin ebenfalls durch Zufall auf diese Seite gekommen. Ich suche auch eine Klinik. Ich weiß, dass Trauer keine Krankheit ist, aber auch ich komme mit dem Verlust nicht klar. Es geht einfach nicht. Bei mir liegt es jetzt ein halbes Jahr zurück. Ich habe meinen Mann (46) durch einen tragischen Unglücksfall von jetzt auf gleich verloren. Ich konnte mich nicht verabschieden. Ich habe mich auch schon nach Kliniken umgeschaut, aber …
        Irgendwie kann mir auch niemand helfen. Man bleibt einfach alleine zurück. Hauptsache man soll wieder funktionieren….(was aber nicht geht…)
        LG
        HS

        antworten
        • Patrizia  November 7, 2016

          Hallo mein Name ist Patrizia und ich habe am 24.07.2016 meinen Mann nach einer Herzoperation verloren . Ich habe eine Klinik in Bad Bevensen gefunden . Man ist da ganz schön auf sich gestellt . Ich habe mich auch allein darum gekümmert eine passende Klinik zu finden . Nur die Aufnahme dauert doch sehr lang . Ich habe eine Aufnahme im ersten Quartal 2017 zu erwarten.

          antworten
  3. tini  November 2, 2016

    Hallo zusammen, auch ich habe vor einem Jahr meinen Partner verloren durch Krebs.. Es ging sehr schnell wir hatten nur zwei Wochen von der Diagnose bis zum Tod. Wir waren 24 Jahre zusammen und haben 5 gemeinsame Kinder im Alter von 3-22 Jahren. Ich habe oft das
    Gefühl dass ich es nicht schaffe. Von Verwandten habe ich keine Unterstützung. Ich finde hier auch keinen geeigneten Therapeuten. Sie haben ewige Wartezeiten. Manchmal weiß ich nicht mehr weiter. Ich war mit den Kids auf einer Trauerkur, der Reinfall schlechthin.

    antworten
  4. Heike  Februar 11, 2017

    Ihr Lieben,
    Mein Mann ist am dreizehnten Juli 2016 verstorben. Er war einer bakteriellen Hautentzündung im Krankenhaus erlegen und sollte vier Tage später entlassen werden. Dann gab man ihm eine falsche Spritze und er ist jämmerlich erstickt. Mit fünfundvierzig Jahren. Wir waren beide kreativ tätig und haben immer alles vor ins hergeschoben, weil jedes Buch erst einmal fertig gestellt werden musste. Wir waren fünfundzwanzig Jahre zusammen und wollten letztes Jahr endlich kirchlich heiraten, haben es aber auf 2017 verschoben. Ich selber bin aufgrund meiner Multiplen Sklerose seit siebzehn Jahren im Rollstuhl. Wir hatten einen Pakt: Er sagte immer wenn ich wegen meiner Krankheit und den Schmerzen nicht mehr könnte, würden wir unsere Katzen, die unsere Kinder waren, zu Freunden bringen und ein letztes Mal gemeinsam ans Meer fahren. Dort würden wir dann eng umschlungen gemeinsam sterben, denn ohne mich wollte er nicht weiterleben. Er war mein Seelenverwandter, mein bester Freund, Berater, Lehrer, mein Gedächtnis. Aber auch mein Pfleger. Wir haben beide keine Angehörigen und ich verzweifle von Tag zu Tag mehr. Es gibt derzeit nur zwei Dinge, die mich abhalten, den finalen Schritt zu gehen: meine auch immer noch verstörten Katzen und das Wissen, dass die letzten anderthalb Jahre, die wir gearbeitet haben, statt zu leben, vergeudet wären, wenn ich die Trilogie nicht vollende. Aber meine dringend benötigte Phantasie ist blockiert und dreht doch nur noch um meinen Tod. Ich bin bei einem Psychologen und auch einer Selbsthilfegruppe, aber derzeit kann ich mir keine längerfristige Zukunft für mich vorstellen.

    antworten
    • Heiko  Januar 28, 2018

      Hallo Heike,
      wie geht es Dir zZt. ?
      Meine Frau war auch im Rolli und hatte MS – zuletzt Pflegegrad 5. Wir sind seit Jahren alle 3 Monate nach Asbach in die dortige MS-Klinik zu einer Botox Kur (Spastik Behandlung)gefahren. Als man dort im Okt 16 das betreute Wohnen neu eingerichtet hatte, sind wir hingezogen. Leider hat sie es nicht länger geschafft und ist Ende Juli 2017 verstorben.
      Auch ich hatte die Pflege übernommen bin/konnte mit 55 in Rente. Heike wenn Du magst melde Dich mal bei mir
      den “Finalen Schritt” würde ich noch nicht ins Auge fassen. Vorschlag: Wechsel den Psychologen. Versuch es doch evtl.. mal mit einer weiblichen Vertretung dieser Berufsgruppe
      Ich würde mich freuen wenn Du nicht aufgibst
      DU SCHAFFST DAS !

      liebe Grüße Heiko

      antworten
  5. Carla  Februar 24, 2017

    Ich habe meinen Mann vor 4 Wochen verloren. Wir waren 30 Jahr zusammen und haben immer alles gemeinsam gemacht. Ich mag gar nicht mehr rausgehen, essen, kann mich nicht konzentrieren, kaum schlafen. Ich sehe einfach kein Ziel in meinem Leben mehr. Die dummen Sprüche: das Leben geht weiter, es Braucht Zeit, etc. kann ich kaum noch hören.
    Vom Kopf her weiß ich das, aber ich breche dauernd in Tränen aus und bin wie gelähmt. Ich weiß nicht mehr wie es weiter gehen soll..

    antworten
    • julchen  März 6, 2017

      mein Mann ist am 31.01.17 gestorben, an Amyloidose, wir waren 40 Jahre verheiratet, haben 2 Söhne und viele Ideen – was wir alles, wenn er Rentner ist – unternehmen wollten. Nun bin ich alleine – und ich weiß, es muß weiter gehen. – Ich versuche eine Gruppe für Trauernde zu gründen, in der man sich austauschen oder gemeinsam was unternehmen kann. Liebe Grüße Julchen

      antworten
    • Roswitha  April 7, 2017

      Hallo liebe Carla, ich kann dich gut verstehen. Mein Mann hat sich im Oktober 2016 das Leben genommen. Es ist nicht zu verstehen, alles ist anders. Das alte Leben ist weg. Aber ich habe sehr gute Freunde und Verwandte die sich kümmern. Sie sind da wenn ich sie brauche. Trotzdem bin ich viel alleine. Ich mußte mir eine zusätzliche Arbeit suchen, da die Witwenrente nicht reicht Aber dadurch habe ich viele neue Menschen kennengelernt und das tut gut. Geh raus! Und wenn es nur mal mit einer Freundin Pizza essen ist. Vergrab dich nicht, das hätte Dein Mann nicht gewollt. Ich muss morgen das erste Mal auf eine große Geburtstagsfeier mit Tanz. Mein Mann und ich waren immer die ersten auf der Tanzfläche, aber ich versuche es trotzdem. Ich hoffe, Du hast gute Freunde, die Dich auffangen. Lass es zu. Sie wissen manchmal auch nicht, wie sie reagieren sollen. Nimm Hilfe an. Auch für Dich wird es wieder besser werden. Anders, aber es wird. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und alles Gute!

      antworten
    • Karl-Heinz  Oktober 24, 2017

      Guten Abend Carla,
      heute Abend um 19:30 Uhr verstarb meine innigst geliebte Frau im Krankenhaus. Abschied nehmen konnte
      ich nicht mehr, da der Tod sehr schnell kam. Zum Glück hatte ich sie heute Nachmittag nochmals besucht
      und konnte sie streicheln. Meine Frau war an Demenz erkrankt und ich habe sie 4 Jahre gepflegt.Es war mir
      nie eine Last sondern ich tat es aus Liebe!
      Heute fühle ich mich leer und ausgebrannt.Ich habe niemenden mehr, mit dem ich über meine Gefühle
      sprechen kann und ich fühle mich als der einsamste Mensch auf dieser Welt!
      Konntest Du denn Deine Trauer schon verarbeiten?? Es wäre eine große Hilfe, wenn Du mir antworten
      würdest!!

      antworten
      • ilona  Oktober 30, 2017

        Hallo Karl Heinz,
        mein Mann hieß auch so ich verstehe Dich gut wie es Dir geht.
        Mein Mann ist im April 2016 gestorben. 4 Monate nach Bekanntgabe dass er Krebs hat.
        Ich habe es bis heute nicht überwunden. Mein Schmerz wird immer mehr.
        Mir kann keiner helfen. Er Kommt nicht wieder.

        antworten
    • Jürgen  November 18, 2017

      Mir geht es -wie vielen anderen- auch noch sehr schlecht nach dem Tod meiner Frau im Juli 2017.
      Sie starb mit 51 Jahre nach 32 Ehejahren an einem anaplastischen Schilddrüsenkrebs.
      Nach einer Psychosomatischen Rehabilitation geht es mir ein wenig besser.
      Aber immer wieder fühle ich noch eine Leere, die mir die Luft zum atmen nimmt.
      Die positiven Gedanken sind dann sehr wichtig, um danach wieder an die Zukunft zu denken.
      Ich habe sehr viele gute Freunde, Brüder, Schwester und Verwandte die mir helfen wollen.
      Aber die Hilfe, die ich brauche, kann ich von ihnen nicht bekommen. Das Herz können sie nicht heilen. Deshalb gehe ich auch zu einem Psychologen. Das hilft mir ein wenig, damit fertig zu werden.
      Ich hoffe, dass das Dir hilft. Mit anderen darüber reden hat mir sehr geholfen…

      antworten
    • friedrich  Juli 24, 2018

      habe vor 4 Wochen meine geliebte Frau verloren, sie war 67 und wir waren 50 Jahre glücklich zusammen. Ich sass zwei Monate an ihrem Krankenbett im Spital und musste zusehen, wie es Tag für Tag abwärts ging. Bin täglich an ihrem Grab und weine bitterlich. Ich glaube nicht, das durchstehen zu können.
      Heute 24.07.2018

      antworten
  6. Susanna  April 30, 2017

    Mein Mann ist im September 2016 an Krebs gestorben. Es waren keine 4 Monate von der Diagnose bis zum Tod. Er hat sich so gequält. Bis heute ist der Schmerz genauso schlimm wie am Anfang. Man fühlt sich so allein mit allem. Und man hat das Gefühl, andere erwarten, dass man über den Verlust hinweg ist. Mein Mann war mein ein und alles. Wir waren Seelenverwandte.

    antworten
    • Katharina  Mai 22, 2017

      Hallo Susanna,
      Mein Man ist am 9 Dezember 2016 gestorben, vier Wochen nach der Diagnose Bauchspeicheldrüsekrebs. Davor hatte er keine Symptome gehabt, außer Schmerzen in der Hüfte, circa 2 Wochen. Diese Diagnose traf uns wie ein Hammerschlag, als hätte jemand ein Schalter umgelegt. Mit meinem Mann habe ich mein Leben verloren. Wir waren seit 25 Jahren zusammen. Das waren die schönsten Jahren meines Lebens. Mein Mann war ein besonderer Mensch. Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll, aber ohne ihn bin ich nur ein halber Mensch….

      antworten
      • Witha  November 9, 2017

        Hallo Katharina,
        mein Mann ist im April 2015 ebenfalls innerhalb von 4 Wochen an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben.
        Er selbst hatte die Diagnose seit dem 17.04. und hat mir nichts erzählt. Er hatte eine starke Erkältung und zwei starke Antibiotika bekommen. Außerdem klagte er über einen Druck auf der linken Seite. Nach einer Woche ist er ins Krankenhaus gegangen und wurde dort gründlich untersucht. Am Samstag konnte ich ihn abholen. Mein Mann, mein Sohn und ich hatten ein schönes Wochenende, am Montag bin ich zur Arbeit gefahren. Mein Mann wollte mich unbedingt vom Bahnhof abholen.
        Wir haben gegessen, Fern gesehen und haben vorm Einschlafen noch ganz lieb miteinander gesprochen. Um zwölf rief mein Sohn, Mama, komm, Papa ist umgefallen. Ich bin die Treppe runtergerannt. Da lag mein Mann bewusstlos. Er ist von der Toilette gekommen und dann umgekippt, ich habe den Notarzt angerufen, wir sind mit ins Krankenhaus, erst Notaufnahme, dann Intensivstation. Um kurz nach zwei Uhr kam der Arzt, schüttelte den Kopf und sagte, wir konnten nichts machen, ihr Mann ist tot. Mein Sohn schrie wo ist mein Papa, wo ist mein Papa! ich dachte, ich falle um. Sie haben dann meinen Mann geholt, ich habe seinen Kopf umfasst, er war schon ganz kalt. Wir sind dann kopflos aus dem Krankenhaus weg und nach Hause gefahren, ohne den Arzt noch gesehen zu haben.
        Nächsten Tag sind wir zu unserer Ärztin. Sie hat mir gesagt, das mein Mann im Krankenhaus beim Seelsorger war und am Montag bei ihr. Sie hat ihm gesagt, er muss mit mir sprechen, die Antwort war, das kann ich nicht, das verkraftet meine Frau nicht. Er hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs und ist an einer Embolie gestorben. Mein Sohn hat mir erzählt, das mein Mann kurz zu sich gekommen ist als er das zweite Mal zu Hause umgefallen ist und gesagt hat, er wäre noch so gern bei uns geblieben. Ich habe später oben auf dem Küchenschrank eine halb volle Fläche eines starken Medikaments und in seiner Jackentasche den Arztbrief gefunden. Unser einziger Trost ist, das es so schnell gegangen ist und mein geliebter Mann sich nicht so lange quälen musste. Ich habe ihn mit 16 Jahren kennen gelernt und wir waren 47 Jahre zusammen. Er war mein Freund, mein Geliebter und mein Seelenverwandter. Alle Pläne, alle Wünsche weg! Ich war seitdem keinen Tag mehr froh, mache jetzt wieder Therapie und kann einfach nicht begreifen, das alles vorbei ist. Ich bin schwer traumatisiert und weiß nicht weiter. Vor allen Dingen quält mich so, das er mir nichts gesagt hat und ich nichts gemerkt habe. Wenn ich ihn im Krankenhaus besucht habe, wollte er immer genau wissen, wann ich komme. Er ist mir dann schon entgegen gekommen, ich war nie mit in seinem Zimmer. Ich sollte wohl nicht wissen, das er auf der Onkologie war. Freundinnen, die ich seit zwanzig und dreißig Jahren kenne, haben sich nach ein paar Monaten verabschiedet. Ich bin so traurig und voll Sehnsucht nach meinem Mann. Ich weine noch jeden Tag.

        Ihnen wünsche ich alles Liebe und Gute und viel Kraft

        antworten
  7. Ingeborg  Mai 25, 2017

    Hallo Leidensgenossen,
    mein Mann starb am 6.Dez.2016 ganz plötzlich an einer Aortendissektion.
    Am Anfang stand ich total neben mir, nahm 14 Tage Tavor, begann am 2. Januar wieder mit Arbeit.
    Allerdings schaffte ich das nur 6 Tage bis der Zusammenbruch kam. Seitdem nehme ich Citalopram 10 mg.
    Mit diesem Antidepressiva fühle ich mich besser, und mit der Arbeit funktioniert es auch wieder.
    Ganz sicher bin ich mir nicht, ob es die richtige Entscheidung war meine Trauer medikamentös zu unterdrücken.
    Mit diesem Medikament kann ich nicht mehr weinen, obwohl mir sehr oft danach ist. Habt ihr Erfahrung damit?

    antworten
    • Daniela Kronester  Juli 31, 2017

      Wenn es Dir momentan etwas hilft, dann ist es ok. Ich weiss noch nicht, ob ich es nehme, da ich aus Erfahrung weiss, später beim Absetzen musst du dann teils wieder neu an Dir arbeiten. Wir müssen so oder so jetzt stark auf uns aufpassen und uns selbst unterstützen. Ich habe auch keine Ahnung. Wünsche Dir alles Liebe…

      antworten
  8. Michaela  Juni 6, 2017

    Hallo….
    Mein geliebter Mann ( 39 J. ) starb am 27.03.3017 an einer Lungenentzündung und diesem blöden Influenza Grippevirus. Im Vorjahr, Feb 2016 wurde bei ihm ein Zungengrundkardizom bösartig festgestellt, operativ entfernt, Chemotherapie, Bestrahlung hatte er ganz gut überstanden. Doch leider war sein Körper einfach zu schwach für das Virus. Innerhalb von acht Stunden verschlimmerte sich sein Zustand, bis er plötzlich in der Nacht Atemnot bekam und Herz – Kreislaufversagen. Leider konnte ich ihm nicht helfen und unsere beiden gemeinsamen Kindern (5 und 8 Jahre alt) bekamen alles mit: meine Schreie, die Notärzte…
    Seither bin ich am Ende, habe auch Medis bekommen, doch aus Angst nicht eingenommen, da ich denke das ich es so verarbeiten muss, alles andere wäre nur Zeit verzögern. Meine Kinder bekommen auch ärztliche Unterstützung in Form von Therapien und eine Mutter-Kind-Kur habe ich auch beantragt…
    Mein Mann und ich wären dieses Jahr 17 Jahre zusammen gewesen, ich habe ihn mit 15 Jahren kennen und lieben gelernt. Nun, wo er nicht mehr da ist, fühlt sich alles hundertmal schwerer an und ich habe Angst, das alles nicht mehr so zu schaffen. Wären die kleinen zwei Mäuse nicht, wüsste ich nicht was ich getan hätte… ständig spielt es sich wieder und wieder in meinem Kopf ab und ich frag mich, was hätte ich an dem Abend anders machen können, wie hätte ich ihm vielleicht doch helfen können…. ständig quält mich jetzt auch die Angst um die Kinder…
    Wann wird es besser oder wird es jemals besser? Ich habe ihn so geliebt und vermisse ihn so sehr…

    antworten
    • Jenny  Mai 17, 2018

      Hallo ich heiße Jenny. Mein Mann ist am 9.12.2017 verstorben. Er hatte immer geäußert, dass seine Speiseröhre schmerzt. Ich sagte: “Schatz du musst zum Arzt!”. Er war dann beim Arzt und hatte bloß Pantoprazol verschrieben bekommen. Ich machte mir richtig Sorgen um ihn und wir diskutieren, da ich der Meinung war, dass es auch sein Herz sein kann. Er hatte nicht auf mich gehört. Am 9.12.2017 um 5 15 Uhr habe ich ihn im Wohnzimmer tot aufgefunden. Es ist so schrecklich! Ich mache mir oft Vorwürfe, warum ich ihn nicht einfach ins Krankenhaus gebracht habe. Wir hatte bloß drei Jahre miteinander. Ich hatte endlich meine große Liebe gefunden.

      antworten
  9. Sabrina  Juli 25, 2017

    Hallo
    Mein Mann ist am 8.07.17 im Alter von 37 Jahren gestorben. Er ist Freitagabend einfach umgefallen und weder ich, noch die Notärzte konnten ihn reanimieren. Auf der Intensivstation haben sie es noch 2 Stunden Probier, bevor sie aufgegeben haben. Es hat mir den Biden unter den Füßen weggerissen, ich bin immer noch wie gelähmt und kann es einfach nicht fassen. Wir sind seid 20 Jahren ein Paar, seid 9 Jahren verheiratet und haben eine kleine Tochter, die 6 ist. Immer wieder frage ich mich, wie konnte das nur passieren. Er war der liebenswerteste und humorvollste Mensch, den ich jemals kannte. Er hat mich stets zum Lachen gebracht und mich immer wieder aufgebaut als ich down war. In der Schwangerschaft habe ich Typ 1 Diabetes bekommen und selbst da baute er mich stets auf und machte mir Mut. Für die kleine Maus muss ich stark sein, was mir im Moment sehr schwerfällt. Ich war immer ein Kämpfer, aber dadurch habe ich mein Lebensmut und meine Fröhlichkeit verloren. Wäre die kleine nicht würde ich erstmal abhauen und 1 Jshr Entwicklungshilfe machen. Ich weiß echt nicht wie ich das überwinden soll, gerade weil auch finanzielle Sorgen auf einen Einpreschen. Wie schafft ihr das? Kann man jemals wieder glücklich sein? Ich sehe im Moment nur glückliche Familien, was mich ganz sentimental werden lässt. Wie lange braucht man um diese Trauer zu überwinden. Hinzu kommt dass ich selbst eine Krankheit habe, hoffe die kleine muss nicht auch noch mich verlieren.

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    • Torsten  August 14, 2017

      Hallo,
      Ja es ist furchtbar, aber es muss weiter gehen. Ich habe meine Frau am 02.08.2017 verloren und am 12. ist sie dann nach 10 Tagen Koma körperlich gegangen. Morgen versuch ich zu arbeiten und die Beerdigung zu organisieren. Mein Herz ist tief gebrochen und ich hätte nie gedacht, so tiefen Schmerz zu fühlen. Ich bin 1,90 gross, aber im Ehebett verliere ich mich seit zwei Wochen und Tränen habe ich auch noch genug. Sport, Musik und Freunde helfen mir am besten. Die Vorstellung, was der Partner wohl gewollt hätte, hilft vielleicht auch. Würden wir nicht auch wollen, dass das Leben weitergeht und man wieder zum Leben zurück findet? Das ist einfacher gesagt als getan. Aber woran soll man sich klammern wenn der Schmerz so tief sitzt. Leben, einfach leben….ich werds versuchen.
      Gruß Torsten

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      • Sonja  September 5, 2017

        Hallo Torsten,

        Ich habe meinen Lebensgefährten am 13.08.17 ganz plötzlich von einer Sekunde auf die andere an einer Lungenembolie verloren. Es gab keine Vorzeichen, nichts. Er wurde nur 44 Jahre. Eine Woche später bin ich wieder arbeiten gegangen. Ich konnte nicht zu Hause hocken und im Kummer vergehen, ich wäre sonst vor die Hunde gegangen. Ich weiß wie schwer alles ist. Ich möchte alle hier ganz herzlich drücken…. Sonja

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      • Klaus  Dezember 15, 2017

        Ich habe meiner Frau am 26.10.2017 versucht, nach eine Hyperventilation das Leben zu retten, habe Herzmassage und alles Mögliche unternommen: alles vergeblich. Sie hatte 6 Monate zuvor eine Darmkrebsdiagnose bekommen und ich hatte nicht gedacht, daß alles so schnell geht. Sie nahm von Tag zu Tag immer mehr an Mobilität ab, Dazu kam noch ein Stoma(künstlicher Darmausgang). Ich habe sie so gut wie möglich gepflegt, ihr jeden Wunsch von den Augen abgelesen, alles hat nichts gebracht. Der Herrgott hat gerufen und wir müssen folgen…

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      • Katta  Juli 15, 2018

        Hallo Torsten,
        ich habe gerade deinen Text gelesen. Mein Mann ist vor vier Wochen bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Du hast deine Frau am 2.8. verloren. Da habe ich Geburtstag. Es wird der erste Geburtstag ohne ihn. Es wird für uns beide ein schwerer Tag. Ich wünsche uns beiden Kraft.

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  10. Sylvia  August 4, 2017

    Mein Lebenspartner (50) ist vor 5 Wochen bei einem Motorradunfall tödlich verunglückt. Wir lebten 5 Jahre zusammen. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht weine. Ich versuche mich zu beschäftigen, gehe wieder arbeiten, versuche mich an einer Trauerbegleitung und mache Sport so gut es geht. Aber ich fühle mich einfach so müde und erschöpft. Ich wünsche mir und jedem hier, dass er mit viel Kraft und Unterstützung alles bewältigt, was man sich wünscht. Sende Euch allen viel Kraft. S. (46)

    antworten
  11. Claudia  September 2, 2017

    Hallo,
    es hat lange gedauert diese Seite zu finden. Leidensgefährten ohne Sprüche.
    Auch mein Mann starb an einer Aortendissektion am 14.07.2017, wie bei Ingeborg. Das Wort unerwartet bekam auf einmal eine ganz andere Bedeutung für mich. Schlimm war, daß er nach dem Umfallen wieder aufstand und angerufen hat ich soll mir keine Sorgen machen alles wird gut, er wird nur in die Notaufnahme gefahren. In der Notaufnahme dann die Nachricht er ist verstorben. Es gab für uns keine andere Option als gemeinsam in Rente zu gehen und dann in den Süden. Ja was nun. Der schlimmste Tag im Leben 3 Tage nach seinem 54. Geburtstag nach 29 gemeinsamen Jahren keine Kinder – sollte nicht sein. Arbeiten gehe ich noch nicht, kann mir dies auch nicht vorstellen, bei einer nur sitzenden Tätigkeit. Habe auch noch sehr viele behördliche und andere Gänge zu erledigen – alles war auf seinem Namen. Wenn ich alleine bin, weine ich ganz laut. Meine Familie ist ganz lieb. Das Umfeld auch, wissen nur nicht damit umzugehen und haben Ihren Alltag, was schwer zu ertragen ist. Mein Mann war auch Motorradfahrer. Manchmal denke ich den Führerschein zu machen, damit seine Maschine nicht rumsteht. Auch ich wünsche allen viel Kraft, auch wenn man denkt das diese nicht reichen wird. C. (48)

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  12. Maggi  September 19, 2017

    Ich bin auch zufällig hier drauf gekommen.Ich finde die 4 Schritte sind eindeutig.
    Ich habe meinen Mann im Mai 2017 verloren wir konnten uns noch verabschieden, bzw die Uni hat es gesagt, nur keiner weiß wann es sein würde.Ich versuch mir ein neues Leben aufzubauen. Klar gibt es solche Momente, da weine ich, das lass ich einfach zu und das ist richtig. Aber ich will keine Tabletten nehmen. Die Daniela Kronester hat recht, danach fängt man wieder an. Ich denke man sollte sich jeden Tag was vornehmen damit man raus geht. Im Winter gibt es genug graue Tage. Meine Wohnung räume ich um. Jeden Tag was Anderes. Freunde haben sich auch rar gemacht und halten nicht das, wie Sie es meinten: “Wenn Du mich brauchst…” usw. Habe es einmal gemacht, nie wieder. Ein bissel Stolz habe ich noch. Das Schreiben hier tut mir auch gut.
    Vielleicht macht jemand mit und man baut sich damit auf. Tschüssi Maggi

    antworten
  13. Jutta  Oktober 7, 2017

    Habe meinen Mann Mitte Mai 2017 in einer Nacht beim sterben begleitet. Wir waren 53 Jahre zusammen. Ich bin 75 Jahre alt.
    Meine beiden Kinder haben sich mit sehr bösen Wörtern schriftlich von mir abgewandt.

    Ich bin ganz alleine und sehe in meinem Leben keinen Sinn mehr. Mit dem Tod meines Mannes ist damit auch meine ganze Familie gegangen.
    Wie kann man in dem Alter noch weiter leben?

    antworten
    • Claudia  Oktober 22, 2017

      Hallo Jutta,

      hier ist Claudia (Eintrag vom 02.09.2017), warum sich Deine Kinder abgewandt haben, kann man nicht verstehen und das ist Schade. Mir tun Eltern und Geschwister gut. Aber auch ich weiß nicht, wie es ohne meinen Mann weitergehen soll, kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen, mein Mann war mein Leben, er war lustig fleißig liebevoll, wir wollten gemeinsam alt werden und haben auch öfter unserer Späße damit gemacht. Ich glaube es ist keine Frage des Alters, alle hier auf dieser Seite haben Worte der Trauer geschrieben und alle sind unterschiedlichen Alters.
      Man kann nicht helfen, mittlerweile gehe ich zu einer Trauergruppe, das tut mir gut. Vielleicht hilft Dir so eine Gruppe und Du merkst, daß Du nicht ganz allein bist.

      antworten
  14. Sarah  Oktober 18, 2017

    Hallo…
    Mein Lebensgefaehrte ist am 2.6.17 im Alter von 39 Jahren an Lungenkrebs mit Metastasen im Kopf verstorben.
    Als wir im November 2015 die Diagnose Krebs bekamen, war es für uns beide nicht nur ein Schock, sondern auch gleichzeitig ein Todesurteil! Wir hatten beide den Mut und die Hoffnung auf Erfolge verloren! Im Dezember 2015 bekam er für die Metastasen im Kopf Bestrahlung und ab Februar 2016 sollte dann die Chemo für die Lunge losgehen. Nach 4 Wochen Bestrahlung ging es ihm sehr dreckig, so dass ich ihn wieder ins Krankenhaus gebracht habe, wo dann aufgrund dessen, das er schlimme Kopfschmerzen hatte, ein MRT gemacht wurde. Die Auswertung ergab dann zum Erstaunen aller, dass die Metastasen im Kopf weg sind!!!
    Für uns war es ein kleiner hoffnungsschimmer und wir hatten wieder etwas an Mut gewonnen. Nach dem 3. Chemo Zyklus wurde dann im Juni 2016 ein CT von der Lunge gemacht und auch da ergab die Auswertung, dass es deutlich besser lief als es die Ärzte erwartet hätten! Von dem Tumor war nur noch Narbengewebe übrig und um das auch vollständig zu beseitigen bekam er noch mal 4 Wochen Bestrahlung für die Lunge… Als wir dann nach einem weiteren CT erfuhren das die Lunge absolut sauber ist, kam der lebensmut und zurück!!!! Wir dachten das jetzt alles wieder gut ist!!!
    Im November 2016 sollte dann noch mal eine Kontrolle erfolgen und anschließend sollte mein Mann dann zur Reha. Bei der Kontrolle kam dann aber leider die dicke Keule: Die Lunge sieht super aus, aber die Metastasen im Kopf sind wieder da!
    Nun hieß es wieder Bestrahlung für 8 Wochen…
    Beim Kontroll-MRT dann eine Hiobsbotschaft: Nur 7 von den 8 Metastasen sind kleiner geworden und es wurde uns mitgeteilt das es jetzt nur noch eine kleine Chance gibt. Er bekam nun wieder Chemo….
    Mir wurde nun klar das es ab jetzt nur noch eine Frage der Zeit ist. Als es dann Ende Mai dem Ende zuging haben wir ihn zur Vollzeit Pflege in ein Pflegeheim gebracht. Ich habe bis zum Schluss an seinem Bett gesessen. Ca. 30 Minuten bevor er verstarb, machte er die Augen noch mal auf und sagte zu mir: “Es tut mir leid. Und ich liebe dich.”
    Ich glaube dass ich diese letzten Worte nie wieder vergessen werde.
    Wir waren fast 11 Jahre zusammen. Wir haben zusammen mit seinem Sohn mit im Haus seiner Eltern gelebt. Jetzt waren sein gerade 18 Jahre alter Sohn und ich auf einmal alleine. Und meinem Stiefsohn und mir war klar das wir , auch wenn wir nicht blutsverwand sind, eine Familie sind. Als mein Stiefsohn dann zu mir sagte: “du Sarah, Papa hätte es nicht gewollt das wir traurig sind, Papa hätte gewollt das wir unser Leben weiter leben und so schwer es auch ist das Leben genießen und Spaß haben.” Mir wurde eins ganz deutlich: dass mein Stiefsohn und ich eine dermaßen große Bindung zu einander haben, dass es für den ” Kleinen” gar nicht in Frage kam, jetzt zurück zu seiner leiblichen Mutter zu gehen.

    Und jetzt geht das Theater erst richtig los! Nun hieß es auf einmal von meinen Schwiegereltern, dass ich ausziehen soll! Ja anfangs wollte mein Kleiner mit mir ausziehen, bis er dann von meinen Schwiegereltern so unschön manipuliert wurde, dass er sich nun doch dazu entschieden hat, hier zu bleiben.

    Ich werde jetzt zum 1.11 in eine neue Wohnung ziehen. Und mich zerreißt es völlig, zu sehen, wie der kleine darunter leidet das ich ausziehen soll. Eins ist uns aber klar, auch wenn ich nicht seine leibliche Mutter bin und er auch nicht mein leiblicher Sohn ist. Das uns eines für immer verbinden wird und wir eine wenn auch ungewöhnliche Familie sind. Wir wollen uns nicht aus den Augen verlieren und immer in Kontakt bleiben. Wir machen uns gegenseitig mut, geben uns Kraft und nehmen uns die Angst vor der ungewissen und neuen Zukunft.

    Ich kann nur sagen, dass ich verdammt stolz auf meinen Kleinen bin und ihn verdammt doll lieb habe!

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  15. Yvonne  Januar 28, 2018

    Hallo zusammen,
    mein Name ist Yvonne ich habe vor 4 Wochen meinem Mann verloren und weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgehen und leben soll. Mein Mann wäre dieses Jahr 35 Jahre alt geworden. Wir waren 10 Jahre verheiratet und hatten über die ganzen Jahre unser Leben so wie wir es wollten aufgebaut. Dieses Jahr wollten wir zum ersten mal so richtig gemeinsam in den Urlaub fahren. Ich kann es einfach nicht glauben. Warte jeden Tag auf einen Anruf oder dass er zur Türe rein kommt aber nichts passiert. Bei meinen Verwandten geht das Leben natürlich weiter aber ich fühle mich als würde ich auf der Stelle stehen. Wir dachten dass uns noch so viel Zeit bleibt.
    Wie soll ich das Leben ohne Ihn weiter leben? Wie komme ich mit dem Schmerz und dem Verlust klar?
    Alles Fragen, auf die ich keine Antwort finde.
    LG Yvonne

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    • Torsten  Februar 21, 2018

      Hallo Yvonne,
      einen solchen Verlust gerade in der Advents- / Weihnachtszeit, vor allen Dingen in dieser noch lang anhaltenden dunklen Jahreszeit kostet besonders viel “Selbstmotivation” um sich nicht aufzugeben. Ich kann deine Schilderung nachvollziehen, da ich in einer ähnlich gleichen schlimmen Lage bin.
      Aber gerade dein Posting auf dieser Seite zeigt mir eigentlich, dass Du Dich nicht ausschließt, abgrenzt und eigentlich die nächsten Schritte in Deine neue Zukunft suchst ! Denn gerade die Fragen nach dem “Warum” führen ja leider nicht in die Zukunft, sondern sind doch alle vom Sinn her in die Vergangenheit gerichtet.

      Gerade Dein Satz “Wir dachten, dass uns noch so viel Zeit bleibt” hat mich besonders betroffen gemacht.
      Wenn Du Lust hast, schaue doch mal auf folgenden link: http://trauer-dewezet.de/traueranzeige/kirsten-krutzfeldt/52618468
      Genau die selben Gedanken haben auch mich herumgetrieben.

      Einen Tipp zu geben ist unheimlich schwer, da jeder Mensch auf seine Weise einzigartitg ist.
      Ich für meine Person habe allerdings gute Erfahrungen damit gemacht gute Freunde anzrufen und zu mir auf ein Glas Wein einzuladen. Der Rest kam dann von alleine. Meine Freunde haben mir dann immer gesagt, das Sie mir unheimlich dankbar waren auf sie zugegangen zu sein, da Sie immer Angst hatten irgend etwas falsch zu machen. Es tat anschliessend mir aber auch meinen Freunden gut und es gibt einen soviel Zuversicht die wir beide unheimlich benötigen !!!
      LG
      Torsten

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  16. CR  März 15, 2018

    Hallo, ich habe meine Frau am 5.12.2017 unerwartet verloren sie war auch noch schwanger im 3 Monat. Sie ist nur 32 Jahre jung geworden.
    Wir haben uns mit 16 in der Schule kennengelernt und waren 16 Jahre zusammen. Alles habe ich mit ihr aufgebaut, es war nicht nur meine Frau sondern meine 2 Hälfte. 16 Jahre habe ich sie jeden Tag gesehen. Sie war eine wunderschöne super Ehefrau und Mutter.
    Das Einzige was mir geblieben ist: unser 3 Jahre alter Sohn. Es tut mir auch so leid für meinen Sohn, dass er ohne seine super Mutter gross werden muss.
    Mir fehlt nichts, aber ohne sie macht mein Leben keinen Sin mehr.
    Auch heute nach über 3 Monaten fehlt sie mir jede Sekunde. Mein Sohn hält mich noch am leben. Ich gehe zur Psychologin, aber ich weiss wirklich nicht, wie ich in Zukunft ohne sie leben kann. Zu wichtig war sie mir :-(
    Wir waren sehr Katholisch. Als sie zum 2 mal schwanger wurde, sind wir in die Kirche um danke zusagen. Nach dem Tod glaube ich an nichts mehr. Wir haben niemandem etwas getan und was meiner Familie passiert ist, kann man einfach nicht akzeptieren.

    antworten
    • Kathi  Mai 16, 2018

      Es geht mir ähnlich. Ich bin 23 und mein Freund hat sich vor kurzem vor einen Zug geworfen. Wir wollten heiraten, ein Haus, unser Sohn ist gerade mal drei Monate alt.
      Ich bin am Boden zerstört, es kam so plötzlich. Ich weiß nicht wie ich ohne ihn weiter leben soll. Es tut so weh, wie körperlicher Schmerz.
      Die ganze Zukunft ist fort, ich lebe nur noch von einem Tag zum anderen. Aber mein Kleiner ist noch so winzig. Wie sollen ihm das seine Großeltern erklären, wenn seine Mama auch geht? Ich will nicht, dass er eines Tages denkt, ich habe ihn nicht genug geliebt. Er ist schließlich das Produkt aus Liebe.
      Aber der Gedanke, meinem Mann zu folgen ist verlockend. Ich denke, ein kurzer Schmerz und dann ist man vereint.
      Dennoch kann und will ich den Kleinen nicht allein lassen. Ich habe es am Sarg versprochen, das ich auf ihn aufpasse und ihn nicht verlasse.
      Einen Punkt gibt es aber, der sich geändert hat: Ich habe keine Angst mehr vor dem Sterben, denn mein Liebster wird auf mich warten. Irgendwann einmal. Dafür bete ich.
      Ich wünsche allen viel Kraft und Hoffnung…

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  17. Gabi  März 20, 2018

    Ich habe meinen Mann am 01.03.2018 verloren und vor 11 Tagen zu Grabe getragen.
    Wir waren 20 Jahre verheiratet er war gerade 64 Jahre alt geworden.
    Mir kann keiner mehr helfen, ich fühle mich so alleine.

    antworten
    • Martina  April 17, 2018

      Hallo Gabi, ich kann deine Situation verstehen. Helfen kann ich dir leider auch nicht. Habe meinen Mann am 25. 02.2018 verloren. Wir haben 4 Jahre mit seiner Erkrankung ( atypisches Parkinson) gekämpft. Niemand konnte uns wirklich helfen. Und dann ist er am 25.02. Sonntag morgen einfach Tod umgefallen. In mir herrscht die gleiche Verzweiflung und Hilflosigkeit. Das Leben hat plötzlich aufgehört. Man existiert nur noch in einem Schattendasein. Gib nicht auf, Kämpfe einfach weiter. Man geht jeden Tag durch die Hölle.

      antworten
    • Udo  Mai 23, 2018

      Am 18.04.2018 hat mich meine Frau Elke für immer verlassen. Eine Woche vor unserem 43 Hochzeitstag. Sie wurde 61 Jahre alt. Seit 2012 hatte Sie Darmprobleme, man entfernte ihr zuerst einen Teil des Dickdarms. Die Patologen stellten am Anfang keine bösartigen Tumore fest. Weitere Operationen folgten in den Jahren darauf. Es motierte und wurde bösartig. Zum Ende nahm Sie an einer Studie der MHH teil. Sie war so stark und voller Hoffnung. Am 18 April standen wir zusammen auf. Sie putzte sich die Zähne und erklärte mir, sie fühle sich nicht wohl und wolle sich noch mal ins Bett legen. Darauf ging ich zum Telefon und sagte eine Verabredung mit unserer Tochter ab. Als ich zurück ins Schlafzimmer kam lag meine Frau im Bett und war bereits tot. Ich konnte ihr nicht mehr helfen. Meine Frau war 14 Jahre als wir uns kennen lernten. Sie fehlt mir so sehr,

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      • Martina  Juni 12, 2018

        Ich sende dir viel Kraft ich kann dich verstehen mein geliebter Mann ist am 03.06.2018 von mir gegangen .Mein Herz weint.

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  18. Belinda  Mai 8, 2018

    Hallo Martina Hallo Gabi
    Mein Mann starb am 22.Mai 2017, sass tot auf der Couch, 55 Jahre alt,plötzlicher Herztod.
    Wir waren 30 Jahre glücklich verheiratet, 2 erwachsene Kinder…
    Liebe, Vertrauen, Seelenverbindung, alles weg, ohne Abschied, von jetzt auf gleich. Ich lebe noch, aber es ist kein Leben. Gefangen in Traurigkeit, Einsamkeit, Schmerz. Viele “gute” Freunde können nicht mehr mit mir umgehen, haben sich zurückgezogen. Es macht einsam und leer.
    Trotz Trauerkreis, Gesprächen mit einer Psychologin, Lesen von Büchern und vielen Spaziergängen in der Natur, finde ich nicht zurück ins Leben.
    So kurz vor dem 1. Todestag, alle Tage 1 x erlebt, wird es besonders grausam.
    Ich hoffe auf die Zeit, die vllt. diesen Alptraum etwas leichter macht.
    Die Liebe wird nie vergehen.
    LG und viel Kraft
    Belinda

    antworten
  19. Belinda  Mai 8, 2018

    Hallo Martina
    Genau, es ist die Hölle und niemand und nichts kann helfen.
    Mein Mann starb am 22.5.17 – plötzlicher Herztod. Ich habe ihn auf der Couch gefunden. 55 Jahre, 30 verheiratet, Liebe und das grosse Glück gefunden, alles ist weg,vorbei
    Trotz vieler Gespräche, Therapie, Trauerkreis
    Ich bin immer in diesem Alptraum gefangen
    LG Belinda

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    • Martina  Juni 13, 2018

      Liebe Belinda,
      Ich glaube, die Trauer wird uns nie verlassen. Auch die Zeit wird es nicht heilen können, wie man sagt. Die vielen gemeinsamen Jahre und alles, was man zusammen bewältigt und erlebt hat, bleiben einem stetig vor Augen. Auch ich kämpfe mit immer wiederkehrenden Trauerattaken. Alles in meinem Haus erinnert mich an das gemeinsame Leben. Und auch räumliche Veränderungen können da nicht helfen. Vor allen Dingen wünsche ich mir immer wieder, dass ich mit meinem Mann noch reden könnte. Dass wir gemeinsame Entscheidungen fällen könnten. Alles ist mir genommen worden. Und oft denke ich, dass es auch keine Zukunft mehr geben kann. Wie soll das die Zeit denn ändern? Da fehlt mir die Hoffnung.
      Ich wünsche dir, und uns allen, dass wir Hilfe bekommen für diesen schmerzlichen Verlust, den wir zu tragen haben.
      LG Martina

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  20. Ayméric  Mai 31, 2018

    Hallo an alle Mitlesenden!
    Ich bin ueberzeugt, dass es ein Leben nach diesem Leben gibt, aber dennoch ist das endgültige Loslassen so schwer. Es gibt Tage, in denen ich ganz klar und bewusst bin und wieder andere, in denen ich ganz in meinen Gefuehlen und Traenen bin. So war ich zu diesem Forum gelangt.
    Mein Mann ist vor einem Jahr in die geistigen Welten gegangen. Die Tage um seinen Uebergang herum, waren schwer fuer mich zu tragen. Dennoch hatte ich entschieden, allein sein zu wollen – ohne Besuche oder Besucher.
    Nach seinem Tod gab es einige Ereignisse ueber Dinge, die nur wir beide gewusst hatten, was mir das anfangs Geschriebene bestaetigt. Dennoch im Hier und Jetzt gibt es keine Beruehrung und keine vertraute Seele, die sichtbar fuer mich da ist. Wir hatten fast 40 Jahre eine wunderbare gemeinsame Zeit, zusammen gehalten in guten wie in schwierigen Zeiten. Von einer Sekunde auf die naechste war ich allein. Mein Mann war 66 und ich 77. Ich habe nach und nach alles, was anstand erledigen koennen zunaechst die Krankenhaus- und Arzthonorare, dann die Bestattung, die behhoerdlichen Aenderungen, usw. und bin noch lange nicht fertig.
    Wir hatten beide keine Verwandten, die uns etwas bedeuteten und die uns akzeptierten. Mein Mann ist in innerem Frieden gestorben. Ich bin noch heute dankbar, dass ich bei ihm sein und ihn halten konnte.
    Wo wir frueher zu zweit entschieden hatten, war jetzt meine Entscheidung gefragt. Bei wichtigen Dingen frage ich meinen Mann um Rat, ueberschlafe die Angelegenheit und treffe am naechsten Morgen meine Entscheidung. Damit bin ich seither sehr gut gefahren. Eine gemeinsame Wohnung ueber die andere gesagt hatten, ich wuerde sie nie verkaufen koennen, war nach zwei Tagen verkauft. Und auch mit anderen Dingen war es so gegangen. Ich weiss, dass er aus der geistigen Welt hilft.
    Vielleicht ist es eine Hilfe fuer andere Trauernde. Den Tod gibt es nur fuer den Koerper. Aber das zu akzeptieren ist schon schwer, wenn der Liebhaber, der Vater, der Versorger, der Freund sichtbar fehlt. Das alles ist mir klar. Und dennoch ueberfallen mich schockweise Trauerattacken, die einen ganzen Tag andauern koennen. Allerdings habe ich keine Medikamente genommen, in der ganzen Zeit nicht. Es ist nicht leicht, aber ich will diese Zeit bewusst erleben und nicht betaeuben. Daher darf die Trauer, bzw. auch das Lachen und Freuen – alles zu seiner Gelegenheit da sein.

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  21. Martina  Juni 12, 2018

    Hallo, ich habe am im Juni 2018 meinen geliebten Mann verloren und mir geht es, als würden Wellen über mich brechen. Aber ich habe jetzt auch den Trost, dass es meinem Mann jetzt besser geht. Ich will meinen Schmerz nicht mit Tabletten und Alkohol betäuben. Oft bin ich gleichzeitig wütend, voller Hass, traurig, erbost, verzweifelt. Die ganze Bandbreite. Aber auch das bringt mir meinen geliebten Mann nicht wieder. Ich hoffe es wird in geraumer Zeit besser. Wir waren 40 Jahre verheiratet und kennen uns seit 43 Jahren, mit allen Höhen und Tiefen. Ich vermisse ihn so sehr. Da er so lange krank war und immer wieder im Krankenhaus behandelt wurde, kam der Tod eigendlich plötzlich. Ich weiß nicht, wie ich mit dem umgehen soll. Auch wenn die Familie da ist: Du bist trotzdem allein mit dem Schmerz.

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  22. chris  Juli 21, 2018

    Hallo, ich habe meine Lebensgefährtin Ende Mai an Lungenembolie verloren. Wollten nächstes Jahr heiraten. Ich komme damit nicht klar. Hat jemand Tipps? Danke!

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  23. Elke  Juli 26, 2018

    Hallo allen Trauernden!
    Ich habe meinen über alles geliebten Mann am im Juli im Alter von 79 Jahren, während einer OP verloren.
    Wir sind/wären im August 34 Jahre lang verheiratet. Ich bin 63 Jahre alt.
    Seit April 2018 klagte er über Blut im Stuhl und sein HB-Wert sank auf 5,1. Seit dieser Zeit hatte er mehrere Magen- und Darmspiegelungen über sich ergehen lassen, ob bei Spezialärzten oder in Krankenhäusern. Auch eine Kapseluntersuchung wurde durchgeführt. Zusätzlich wurden mehrere Bluttransfusionen und Eiseninfusionen verabreicht. Immer wieder hörten wir, keine Blutungen zu sehen. Man stellte nur fest, dass Angiodysplasien durch Spezialgeräte im oberen Dünndarm zu sehen waren. (Das hätte jeder Mensch, bei dem einen können sie platzen, bei dem anderen nicht). Seit Juni 2018 bekam er bei unserem Hausarzt 2 x wöchentlich Eiseninfusionen. Am 22.06.18 hatte er es dann auf 11,1 HB-Wert geschafft und wir schöpften wir neue Hoffnung. Am 27.06.18 bekam er in der Nacht Koliken, stand auf und verlor das Bewusstsein. Ich konnte ihn noch gerade auffangen und ihn seitlich auf den Boden legen und dann erbrach er Blut. Stand auf und sagte: Alles wieder gut, legte sich wieder hin und schlief ein.
    Das gleiche passierte 2 Tage später wieder und ich rief die Notrufstelle an, das war der Freitag. Mein Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, in dem er auch schon im Mai 2018 stationär behandelt wurde. Am Wochenende wurden außer Bluttransfusionen und Eiseninfusionen nichts unternommen. Am Montag wurde wieder eine Magenspiegelung gemacht mit anschließender CT. Hierauf sah man dann, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich muss vorab erwähnen, dass mein Mann 2008 an einem Bauchaortenaneurysma operiert wurde. In all den Jahren danach hatte er nie Probleme, war ständig in Behandlung und zur Kontrolle. Alles immer ohne Befund.
    Der Chefarzt und Direktor dieser Klinik sagte meinem Mann, dass er morgen operiert werden müsse, denn erst dann könne man sehen was los ist. Er sollte gleich morgens der Erste sein. Es zog sich hin bis 16.00 Uhr.nUm 19.15 bekam ich dann die Schreckensnachricht.
    Ich stehe seit dem Tag mit dem Chefarzt in Kontakt und er erklärte mir, dass der Faden von der Prothese, die vor 10 Jahren eingesetzt wurde, ein Loch in die Bauchaorta gerieben hätte. Auch Reanimationen hätten nicht mehr geholfen. Mein Mann ist innerlich verblutet.
    Ich frage mich immer wieder, warum hat man nicht schon früher ein CT angefertigt. Ist ein Menschenleben so wenig wert? Geht’s nur ums Geld?
    Wir haben morgens am OP-Tag noch Scherze gemacht und gelacht. Mein Mann sagte, wenn wir das alles überstanden haben, machen wir eine schöne Reise.
    Ich muss mich jetzt um die Auflösung unserer Firma kümmern. Im Moment funktioniere ich einfach nur. Wenn ich zum Nachdenken komme, bricht die ganze Welt über mir zusammen. Er fehlt mir so sehr. Wo ich hingehe, was ich anfasse, überall ist mein Liebster. Alles hat er selbst gemacht. Sei es im oder am Haus. Wir brauchten nie einen Handwerker. Er stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite. Jeder konnte sich 100%ig auf ihn verlassen. Seine Sachen liegen noch so da, als würde er gleich zur Tür hereinkommen. Der Schmerz ist unermesslich groß.
    Ich kann auch das Haus nicht verkaufen, jedenfalls im Moment nicht daran zu denken. Hier steckt all seine Kraft, Arbeit und Liebe drin. Das bringe ich nicht übers Herz. Ich kann nicht glauben, dass er nie wieder kommt.

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  24. Lua  Juli 27, 2018

    Hallo zusammen..
    Ich wünsche uns allen ganz ganz viel kraft..
    Selbst habe ich meinen Partner am 2.Juni verloren. Er wurde nur 28 Jahre alt. Die Nachricht erreichte mich telefonisch nach der Arbeit. Ich bin zusammengebrochen und bin nicht mehr wieder aufgestanden. Wir haben eine Tochter, die erst im April 2 Jahre alt geworden ist. Sie sieht genau so aus wie er, das haben seit der Geburt immer alle gesagt. Und er hat sie vergöttert. Wir hatten von Anfang an oft mal schwere Zeiten, da er Freunde hatte, die in einem negativen Kreis waren und sich immer erlaubt hatten, über mich zu urteilen. Ich habe diese Leute nie getroffen. Leider hat er nach der Geburt der Kleinen angefangen, sehr viel zu trinken und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Ich war froh als er sich in eine Klinik einwies, um von seiner Sucht loszukommen. Er sagte, er tue das für uns, weil er uns liebt und er bei uns sein will. Doch als er raus kam, weinte er unglaublich viel und sagte Dinge wie: ich kann nicht mehr, es ist besser wenn ich sterbe!. Ich hab ihn oft getröstet und ihm gesagt, dass wir ihn brauchen und ihn lieben. “Wir sind eine Familie auf ewig” sagte ich ihm. Aber ich habe ihn nie gefragt, was eigentlich los war. Ich wollte ihn nicht belasten. Ich wollte nur, dass er sich bei uns wohlfühlt. Er wohnte nach der Klinik nicht bei uns, sondern alleine in einer Wohnung. Wenn ich anrief, um ein Treffen auszumachen, hiess es dann oft wieder, nein kann nicht, meine Freunde kommen mich holen. Ich war sehr nervös nach solchen Antworten und weinte auch viel. Ich wollte mit solchen Leuten nichts zu tun haben und ich war traurig, dass er trotz dem ganzen Leid, das diese Leute mir angetan hatten, er sie trotzdem noch traf. Nach seiner Beerdigung habe ich erst erfahren, dass er in der Klinik Leute kennengelernt hatte, die ihm Drogen gaben. Sie hätten ihn damit gelockt, er würde sich damit besser fühlen. Ich habe viele Dinge erst nach seinem Tod erfahren. Und mich frisst das schlechte Gewissen. Wieso bin ich nicht trotz dieser “Freunde” vorbei gefahren und habe ihn abgeholt. Warum habe ich nichts gemerkt? Die Todesursache weiss ich bis heute nicht. Ich weiss nur, er wurde irgendwo tot aufgefunden. Die Polizei ermittelt noch. Vermissen tu ich ihn jede Sekunde und bereue, dass ich ihm nicht helfen konnte. Ich wollte nur, dass er wieder gesund zurück nach Hause kommt und mit uns glücklich ist. Er wollte kurz vor seinem Tod nach hause kommen. Er weinte und sagte: ”Ich weiss, dass du meine Frau fürs Leben bist und ich will dich heiraten und mehr Kinder mit dir haben!” Und ich sagte ihm, es sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Ich vermisse ihn so über alle Grenzen. Er war immer grosszügig, immer lieb. Er war 100 Prozent Herz! Ich weiss, dass er uns geliebt hat. Ich vermisse ihn extrem und ich weiss nicht wohin mit meinen Gedanken…

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  25. Claudia  August 9, 2018

    Hallo zusammen,

    ich habe meinen Freund leider Anfang Juli durch einen Unfall verloren. Nichts wird mehr so sein wie es war und ich frage mich, warum die Welt manchmal so ungerecht ist und das Schicksal so hart zu schlägt. Er ist und bleibt die Liebe meines Lebens und ich bin ihm so dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten. Wir haben viel zusammen durchgemacht (was uns immer mehr zusammengeschweißt hat), aber auch so viele tolle Sachen zusammen gemacht und erlebt. Durch den Tod von meinem Papa vor fast fünf Jahren habe ich zum Glück gelernt, dass man immer versuchen sollte, sich Wünsche und Träume dann zu erfüllen wenn man sie hat und nicht auf später zu verschieben. Denn man weiß nie wie viel Zeit man noch zusammen hat. Ich bin momentan sehr dankbar, viel Unterstützung von meiner Familie und von Freunden zu haben. Trotzdem macht mich diese Leere total fertig und ich fühle mich so unendlich allein. Ich hoffe, dass es mit der Zeit erträglicher wird.

    Ich sende euch allen viel Kraft, um diese schwere Zeit zu überstehen. Irgendwann wird für uns alle die Sonne wieder scheinen, auch wenn man sich das jetzt noch nicht vorstellen kann.

    LG,

    Claudi

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