Hilfe! – Ich bin auf einen Love-Bomber hereingefallen!

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Meine Beziehung mit -nennen wir ihn Nick- dauerte genau drei Monate. Danach konnte ich nicht mehr. Es war zu viel Nick, zu viel Liebe, zu viel Nähe und zu viele Geschenke. Und ja -er war ein Love Bomber.

Ich hatte mich ja nach einem Freund gesehnt, der mich auf Händen trägt und sich für mich interessiert, mir jeden Wunsch von den Augen abliest und meine Wünsche auch Wahrheit werden lässt. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass es auch ein Zuviel davon gibt. Dass es jemand mit der ganzen Liebe und Zuneigung total übertreiben könnte.

Aber der Reihe nach! Nick uns ich begegneten uns auf der Geburtstagsparty einer gemeinsamen Freundin. Er stand etwas ratlos am Grill und ich hatte Hunger. Also gab eins das andere und ehe ich es mich versah, waren wir in einem Gespräch vertieft.

Wir konnten über alles reden

Es gibt ja nicht viele Jungs in seinem Alter, mit denen man über alles reden kann – mit Nick ging das vom ersten Moment an. Und wir hatten es dabei total lustig. Seit Monaten war ich allein und -ehrlich gesagt- auch etwas einsam. Und nun traf ich diesen witzigen Typen und die Chemie stimmte wie lange nicht mehr. Ich fühlte mich toll und genoss jede Minute mit ihm. Sicher tauchte gleich seine Freundin hier auf und dann war der schöne Traum zu Ende.

Aber nichts dergleichen passierte. Im Gegenteil: er gestand mir, dass er schon lang auf eine solche Frau wie mich gewartet hatte. Eine, mit der er lachen konnte und reden und es einfach locker ist. Er sei schon einige Zeit solo und damit gar nicht zufrieden. Das Alleinsein sei nicht sein Ding, er hätte immer das Gefühl, in seinem Leben fehle etwas.

Es war perfekt

Wie bitte? Er fühlt sich allein und in seinem Leben fehlt etwas? Redet er von sich oder von mir? Oder sind wir gar seelenverwandt? Ich konnte es kaum fassen. Wie konnte mir – MIR – so etwas passieren?

In dieser Nacht lag ich in meinem Bett mit einem ganz breiten zufriedenen Grinsen. Es war vorerst die letzte Nacht, die ich allein verbringen sollte.

Nick wollte keine Zeit vertrödeln. Er sagt, wenn man seinen Partner fürs Leben gefunden hat, dann sollte man nicht mehr länger warten – auf was auch?

Mir leuchtete das anfangs noch ein und irgendwie war ich ja auch froh, dass endlich mal ein Mann kein Beziehungsneurotiker ist. Heute weiss ich, dass ich es niemals hätte zulassen dürfen, dass er so schnell bei mir einzieht.

Plötzlich kamen die Zweifel

Anfangs genossen wir die gemeinsame Zeit noch. Nick überhäufte mich mit Geschenken und Komplimenten. Er war der perfekte Partner. Doch irgendwie wurde es mir dann doch etwas eng in dieser Beziehung. Und so versuchte ich, wieder Kontakt zu Leuten ausserhalb der Beziehung zu knüpfen. Und damit fing es dann an, richtig ungemütlich zu werden.

Nick hatte nämlich absolut gar kein Verständnis für meine „Ausbruchsversuche“. Plötzlich wurde er richtig hässlich und gemein – eine Seite, die ich bisher an ihm überhaupt nicht kannte. Ich erschrak und begann nun, mich weiter aus der Beziehung zurückzuziehen, was das Problem mit Nick zusätzlich verstärkte.

Er belagerte mich eigentlich die ganze Zeit – sogar wenn ich im Büro war. Es kamen Anrufe, Mails und es kam nicht selten vor, dass er sogar persönlich auftauchte, angeblich um zu schauen, ob es mir gut geht. Richtig nervig wurde es dann aber, als er begann, mich abends vom Büro abzuholen. Das fiel dann sogar meinem Chef auf.

Sogar meinem Chef fiel etwas auf

Mein Chef war es dann auch, der mich als erster darauf ansprach. Er ist ein etwas väterlicher Typ und er fand es merkwürdig, dass mein Freund mich die ganze Zeit über belagert. Das sei nicht normal und gerade in einer Beziehung sei es wichtig, dass man auch mal seine Freiräume hat.

Ich war wirklich verunsichert und suchte den Rat meiner besten Freundin. Wir hatten uns etwas aus den Augen verloren, weil Nick sie von Anfang an ablehnte und nicht wollte, dass ich mich mit ihr traf. Heute weiss ich, dass er bereits damit eine absolute Grenze überschritten hatte. Aber nachher ist man sowieso immer schlauer.

Meine Freundin war so froh, mich wiederzusehen. Als ich ihr von meiner Beziehung zu Nick erzählte, fiel sie aus allen Wolken und meinte, dass ich da ganz schnell was ändern muss. Und irgendwie hatte sie sich eh schon gedacht, dass da etwas nicht stimmte. So eine überbordende Zuneigung ist nicht normal, ausserdem schottete er mich gegen alles ab, was nichts mit ihm zu tun hatte.

Ich bekam Angst. Plötzlich empfand ich auch keinerlei Zuneigung mehr zu ihm. Er erschien mir immer mehr wie ein Monster, das von meinem Leben Besitz ergriffen hatte und das ich nun irgendwie wieder los werden musste. Aber wie sollte ich das anstellen? Er war ja bei mir eingezogen! Ich konnte nicht einfach meinen Kram packen und gehen.

Einige Tage bei der besten Freundin

Meine beste Freundin bot mir an, vorübergehend bei ihr einzuziehen, bis der gröbste Stress daheim vorbei wäre. Ich war ihr unendlich dankbar. Denn plötzlich war der Gedanke unerträglich, mit Nick auf engstem Raum zusammen zu sein, mit ihm im gleichen Bett zu liegen.

Also holte ich daheim meine Sachen. Oder versuchte es zumindest. Denn dort wurde ich schon erwartet. Allerdings nicht so wie ich es mir vorstellte. Nick war ausser sich. Wo ich denn gewesen sei und warum ich nicht ans Telefon gegangen sei. Wo ich mich rumtreiben würde. Und überhaupt: wie ich aussehen würde. Ob das jetzt der neue Look für Schlampen sei. Ich war total schockiert. In diesem Ton hatte er noch nie mit mir geredet. Ich bekam richtig Angst vor ihm.

Ich sagte, dass ich nur schnell ein paar Sachen holen wollte und ein paar Tage zu meiner Freundin Anne ziehen würde, solange bis er sich beruhigt hatte. Er fing an zu schreien und zu toben und ich griff mir schnell im Bad meine Zahnbürste und rannte aus der Wohnung. Man konnte ihn im ganzen Treppenhaus schreien hören. Er beschimpfte mich auf’s Übelste.

Der nötig Abstand zu Nick

Die paar Tage bei meiner besten Freundin taten mir unglaublich gut. Ich war niemandem Rechenschaft schuldig und konnte mich zum ersten Mal seit Monaten wieder frei und ohne schlechtes Gewissen bewegen. Ich blühte richtiggehend auf.

Doch wie sollte es mit Nick weitergehen, oder besser formuliert: wie konnte ich ihn ohne Kollateralschäden loswerden? Er musste so schnell wie möglich aus meiner Wohnung raus. Und hier half mir wieder meine beste Freundin. Ich weiss nicht, wie sie es geschafft hat, aber eine Woche später war Nick weg und der Schlüssel lag auf dem Küchentisch.

Hört auf euer Bauchgefühl

Heute weiss ich, dass ich an einen Love-Bomber geraten bin. Das fatale am Love Bombing ist, dass man es am Anfang nicht merkt. Man wird mit Liebe überschüttet und hat das Gefühl, einen Sechser im Lotto erwischt zu haben. Bis daraus ein Alptraum wird, aus dem man fast nicht mehr rauskommt.

Daher mein Tipp an euch: wenn euch am Anfang der Beziehung etwas komisch vorkommt, es irgendwie zu schnell geht, es zu schön ist um wahr zu sein, dann hört auf euer Bauchgefühl. Geht auf Distanz und beobachtet, wie er oder sie (ja, es gibt auch weibliche Love Bomber) sich verhält. Reagiert er aggressiv? Wird er ausfallend? Dann ist Vorsicht geboten.

Macht niemals den Fehler wie ich und lasst ihn nach wenigen Wochen schon bei euch einziehen. Wartet immer erst einmal ab, wie sich die Beziehung entwickelt. Dann könnt ihr immer noch zusammenziehen.

So, und jetzt muss ich mich hier von euch verabschieden. Ich bin zum Abendessen verabredet – mit meiner besten Freundin. Ich habe sie eingeladen, weil sie mir geholfen hat, aus diesem Alptraum mit Love Bomber Nick herauszukommen. Und das ist mir ein richtig nobles Galadinner wert – ich zahle!
 

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